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SCHLAG Künstleragentur | News
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Top-Quote DIE STEIN mit Katja Studt

Die zweite Staffel von DIE STEIN ist ein Publikumserfolg! Die 13 neuen Folgen wurden in der ARD ausgestrahlt.

Top-Quote DIE STEIN mit Katja Studt
Foto© ARD/Claudius Pflug

Die zweite Staffel von DIE STEIN (Regie: Edzard Onneken) mit Katja Studt ist ein voller Erfolg! Die 13 ausgestrahlten Folgen der ARD-Serie erreichten im Durchschnitt eine Zuschauerzahl von 5,10 Millionen und 15,84 % Marktanteil.

>> Katja Studt im Interview

Inhalt:

Nach den vielen Turbulenzen, die das Leben der engagierten Lehrerin Katja Stein in der ersten Staffel durcheinander gewirbelt haben, scheint nun Ruhe eingekehrt zu sein. Sie lebt mit Stefan Hagen  auf dessen idyllischem Reiterhof in einer malerischen Ecke Brandenburgs. Unterstützt wird Katja von Renée, die ihre enge Freundin und zugleich Verbündete im Lehrerkollegium ist. Dank Katjas beherzten Einsatzes beim Schulrat ist das Fortbestehen der Erich-Kästner-Gesamtschule, die zu einer "Reiterschule" wird, gesichert. Das allerdings stellt Schulleiter Fumetti vor ungeahnte Herausforderungen, weckt bei den Schülern aber große Begeisterung.
Mit der Ruhe ist es allerdings bald vorbei: Erst wird Katjas Schwester Karola (Katja Studt) die neue Kunsterzieherin der Schule - und pikanterweise die neue Geliebte von Rektor Fumetti. Dann wird Karolas Sohn Clemens mit lebensgefährlichen Blutungen ins Krankenhaus eingeliefert und die Diagnose der Ärzte schockiert alle zutiefst ...

Kritiken VERKOMMENES UFER / MEDEAMATERIAL / LANDSCHAFT MIT ARGONAUTEN mit Wolfram Koch

Das Stück feierte am 13.11.11 Premiere am Deutschen Theater Berlin.

Kritiken VERKOMMENES UFER / MEDEAMATERIAL / LANDSCHAFT MIT ARGONAUTEN mit Wolfram Koch
Foto© Claudia Esch-Kenkel

Das Stück mit Wolfram Koch feierte am 13.11.11 Premiere am Deutschen Theater Berlin.

Inhalt:

Dimiter Gotscheff begegnet Heiner Müller. Seit vielen Jahren schon und immer wieder. Für seine Inszenierung verschränkt er Müllers Triptychon "Verkommenes Ufer Medeamaterial Landschaft mit Argonauten" (1982) mit dem späten Langgedicht "Mommsens Block" (1993). Eine Tiefenbohrung in verschütteten Erfahrungsräumen unserer Gesellschaft, ein Anzapfen explosiver Energieströme, eine Begegnung mit der gespenstischen Anwesenheit der Geschichte, auch ein Versuch, über die Gegensätze hinauszukommen, die unsere Weltentwürfe strukturieren. Theater als Archäologie. Als Entdeckung einer Landschaft. Als Begegnung mit dem Ungeheuren. Und zugleich verfolgt von dem quälenden Gedanken, dass all das möglicherweise jeglichen Sinns entbehrt. Wie noch schreiben, wenn der Ekel an der Welt übermächtig wird? (Quelle: Deutsches Theater Berlin)

Pressestimmen

Berliner Zeitung von Ulrich Seidler, 15.11.2011:

 "Gepriesen sei Wolfram Koch − ein Kraftpaket aus Gedankenwucht, Testosteron und Spiel-Listigkeit!"

Mannheimer Morgen, Frank Dietschreit, 16.11.11:

Gotscheff hat ein einfaches wie mutiges Konzept: absolute Reduktion auf das einelne Wort, totale Konzentration auf die Schauspieler. Die Bühne ist nackt, schwarz und leer, der Boden ist aufgerissen, gibt den Blick frei in den Theater-Unterbau und in die Folterkannern der Geschichte. Mit Almut Zichler, Magrit Bendokat und Wolfram Koch stehen gleich drei der allerbesten deutschen Mimen auf der Bühne: Jede Silbe und jedes Wort lassen die sich auf der Zunge zergehn, für jedes noch so sperrige Wortungetüm und für jede obszöne Bemerkung finden sie die passende Geste. Sie halten die Balance zwischen pathetischen Ernst und selbstironischer Distanz, tragen knallbunte Schuhe, grinsen wie böse Clowns, die am Abgrund der Apokalypse stehen und trotzdem noch ihre Späße machen. Almut Zichler ist als Medea eine übergeschnappte Psychopathin, Wolfram Koch ein von Weltekel erfüllter Jason Magrit Bendokat ein fieser und feister Kobold der Geschichtsverweigerung: Ihr mit Berliner Schnauze vorgetragener Bericht über 'Mommsens Block' setzt dem abgründig komischen und ergreifenden Abend die rhetorische Krone auf. Überbordender Premierenapplaus.

Die Welt von Elmar Krekeler, 15.11.2011:

"Eine großartige Zirkusnummer". Wolfram Koch als "Müllers Alter Ego", ein "weltekelnder Sprachsuchender" ziseliere und erprobe Sätze, "von denen man dreißig Jahre später faserige Zähne bekommt". [...] "Koch sei grandios, er lasse die Sätze fliegen [...].

Süddeutschen Zeitung von Peter Laudenbach, 15.11.2011:

"Die drei hochkonzentrierten Monologe mieden die Pathosfallen weiträumig. Stattdessen: Leichtigkeit, Genauigkeit und eine erstaunliche Komik. Der hinreißende Wolfram Koch werde in Minuten vom sabbernden Säugling zum Mann, vom grunzenden Steinzeitmenschen zum aufrechten Mitteleuropäer". 

Nachtkritik von Esther Slevogt, 13.11.11:

"Wolfram Koch, der das Menschlein spielt, das soeben das Licht der Bühne erblickt hat, führt in einem kurzen Slapstick die Evolution vom tumben Primaten in ein nicht weniger tumbes Exemplar der Gattung Mann im Schnelldurchlauf vor. An dem gelben Rohr, das er in Besitz nimmt und bald auch als Waffe zu nutzen versteht, erlernt er den aufrechten Gang, der so natürlich schon immer kontaminiert (und korrumpiert) vom kriegerischen Unterwerfungsgedanken ist" [...].

Frankfurter Allgemeinen Zeitung von Irene Bazinger, 15.11.2011

"Zu sehen gewesen seien drei hervorragende Darsteller" [...].

Foto© dapd/DAPD
Foto© dapd/DAPD

Auszeichnung TIERE BIS UNTERS DACH

"Best of Fest Award" für TIERE BIS UNTERS DACH beim "Chicago International Children´s Film Festival"

Auszeichnung TIERE BIS UNTERS DACH
Foto© Polyphon

Die Familienserie TIERE BIS UNTERS DACH (Regie: Regie: Jörg Grünler, Guido Pieters, Peter Lichtefeld, Brigitta Dresewski) mit Floriane Daniel erhielt beim "Chicago International Children´s Film Festival" den Preis der Fachjury für Realfilme. Das "Chicago International Children´s Film Festival" gehört zu den bedeutendsten Kinderfilmschauen der Welt und wird auch "Cannes für Kinder" genannt. Die 236 bei der Schau gezeigten Filme stammen aus 42 Ländern. Vergeben wurden Preise in 22 Kategorien. Das Festival fand zum 28. Mal statt. (Quelle: Polyphon.de)

Inhalt:

Kinder, Tiere, Natur und zwei Familien, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. "Tiere bis unters Dach" erzählt von einem modernen Schwarzwald-Bullerbü. Auch in der zweiten Staffel der Kinder- und Familienserie geht es um das Leben auf dem Land, die Liebe zu Tieren und zur Natur. Das große Fachwerkhaus der Tierarzt-Familie Hansen und der Schwarzwaldbauernhof der Familie Grieshaber sind neben den Bergen, Tälern, Seen und der unvergleichlichen Silhouette des Südschwarzwalds Schauplatz von großen und kleinen Abenteuern von Kindern und Eltern. (Quelle: Cinefacts.de)

Deutschen Fernsehpreis: Vladimir Burlakov als BESTER SCHAUSPIELER nominiert

Für seine überzeugende Darstellung in MARCO W. - 247 TAGE IM TÜRKISCHEN GEFÄNGNIS erhielt Vladimir Burlakov bei der diesjährigen Verleihung des Bayerischen Fernsehpreises den Nachwuchsförderpreis.

Deutschen Fernsehpreis: Vladimir Burlakov als BESTER SCHAUSPIELER nominiert

Inhalt

Die zunächst unbeschwerte, traumhafte Ferienreise an der türkischen Riviera endet für Marco (Vladimir Burlakov) und seine Eltern Martina und Ralf dramatisch: Marco wird am letzten Urlaubstag verhaftet und muss acht Monate im türkischen Gefängnis verbringen - 247 zermürbende Tage unter menschenunwürdigen Bedingungen: In einer kleinen Zelle zusammengepfercht mit 30 fremden, teilweise drogenabhängigen, erwachsenen Häftlingen - behandelt wie ein Schwerverbrecher. (Quelle: Sat.1)

Vladimir Burlakov, der mit seiner Rolle des verliebten Brigade-Gangsters Nikolai in Dominik Grafs Krimi-Reihe "Im Angesicht des Verbrechens" ein sensationelles Debüt hinlegte, spielt Marco W. mit aller gebotenen Zurückhaltung - und überragend souverän. Es ist trotz aller Düsterkeit des Themas und einiger wirklich bedrohlicher Knastszenen eine Freude, dem Darsteller zuzusehen, wie er die schleichende Verwandlung eines sorglosen Teenagers in einen auch körperlich schwer gezeichneten, innerlich aber nicht gebrochenen, verunsicherten jungen Mann anlegt. 

Pressestimmen:

Neue Osnabrücker Zeitung:

"Bei der Vergabe der Grimme-Preise gingen die Privatsender letzte Woche leer aus. Das sollte sich beim nächsten Mal ändern. "Marco W. – 247 Tage im türkischen Gefängnis" hat alles, was ein preisgekrönter Film braucht. Und läuft bei Sat.1." [...] "Der Star dieses Films aber ist eindeutig der 23-jährige Marco-Darsteller Vladimir Burlakov, dem die Ferres prophezeit: "Die Zuschauer werden von ihm begeistert sein." Selten hat ein so junger Darsteller seine Rolle so authentisch und in jeder Szene mit dem richtigen Maß ausgefüllt. Das hat sich Burlakov auch von Marco Weiss bestätigen lassen, als dieser sich auf Malta ein Bild von den Dreharbeiten machte: "Es ist ein bisschen bizarr, wenn plötzliche derjenige auftaucht, den man spielt – das hat man ja nur bei den wenigsten Rollen", sagt der in Moskau geborene und seit 1996 in München lebende Burlakov im Gespräch mit unserer Zeitung. "Als Marco die Dreharbeiten auf Malta besuchte, habe ich ihn gefragt: Erkennst Du Dich wieder? Und er meinte: Ja, so war es tatsächlich." Gerade wenn die beiden nebeneinander stehen, verblüfft aber auch die enorme äußerliche Ähnlichkeit – man könnte sie glatt für Brüder halten. Burlakov spricht von einer "besonderen Verantwortung", die er bei seiner Arbeit gespürt habe – "nicht nur für den Film, sondern besonders auch gegenüber Marco und seiner Familie." Entsprechend akribisch hat er sich in seine Rolle hineingearbeitet: "Das Buch von Marco habe ich ein paar Mal gelesen, dadurch hatte ich eine ganz klare Vorstellung von der Rolle. Man hätte mich morgens um fünf wecken können, und ich wäre sofort Marco gewesen..." [...]

Berliner Zeitung:

[...] "dem herausragenden Hauptdarsteller Vladimir Burlakov, der mit selten gesehener Intensität das Entsetzen des jungen Marco in einem stummen Blick, einer schlaksigen Geste oder, sehr selten, auch in wohl dosierten Tränen vermittelt."

Berliner Morgenpost:

"Vladimir Burlakov [...] ist ein glaubwürdiger Unglücksmensch und eine bedauernswerte Identifikationsfigur"

Süddeutsche Zeitung:

[...] und der schon in Dominik Graf's Mafia Serie "Im Angesicht des Verbrechens" auffällige Vladimir Burlakov ist ein guter Typ, ein sehr talentierter Schauspieler, vor allem sieht er Marco W. ziemlich ähnlich."

mediabiz.de:

"Marco W. - 247 Tage im türkischen Gefängnis" (Zeitsprung) dürfte anhand der wahren Geschichte eines in der Türkei eingekerkerten Teenagers die Debatte über das Verhältnis von Deutschen und Immigranten neu entfachen. Auffällig in den Ausschnitten des u.a. mit Veronica Ferres und Herbert Knaup besetzten Filmes war vor allem der Hauptdarsteller Vladimir Burlakov, der sich hier nach seinem Debüt mit der preisgekrönten Serie "Im Angesicht des Verbrechens" nachdrücklich für weitere große Rollen zu empfehlen scheint. 

Presseportal.de:

"Effektvoll, emotional, spannend": Die Presse ist vom Großen SAT.1-TV-Event "Marco W. - 247 Tage im türkischen Gefängnis" begeistert

TV Movie:

"Ergreifendes Drama mit noch stärkeren Darstellern."

dpa:

"Thriller der Emotionen" [...] "Ungemein eindringlich spielt Vladimir Burlakov diesen Marco, die Hilflosigkeit des jungen Mannes, seine Angst."

TV Spielfilm:

"Der Zuschauer wird mitverhaftet. Bewegend!"

Blickpunkt Film:

"Glamourös, charmant, smart!" [...] Marco W. über über Marco W. Darsteller Vladimir Burlakov: "Er hat sich super in die Rolle hereingefunden. Besonders die Gefühle und Ängste hat er gut gespielt"

tz:

"Ein großartiges Werk"

Seine Premiere feierte der Film am 14.03.11 in München und wurde am 22.03.11 in Sat.1 ausgestrahlt (4,87 Millionen Zuschauer, Marktanteil hervorragende 15,8 Prozent.)

Aenne Schwarz in DIE DREIGROSCHENOPER

Aenne Schwarz in der Rolle Polly - DREIGROSCHENOPER von Berthold Brecht

Aenne Schwarz in DIE DREIGROSCHENOPER
Foto© Jim Rakete

Aus der oben erwähnten "Abschiedsserie" ist dies die Polly aus DIE DREIGROSCHENOPER inszeniert am BAT.

Polly, die Tochter des Bettlerkönigs Mr. Peachum, heiratet Macky Messer, den größten Verbrecher der Stadt.

Aenne Schwarz in ZEMENT von Heiner Müller

Aenne Schwarz in der Rolle Dascha in ZEMENT von Heiner Müller

Aenne Schwarz in ZEMENT von Heiner Müller
Foto© Jim Rakete

Dascha aus ZEMENT von H. Müller: Als Daschas Mann Gleb in die Revolution zieht, gibt sie ihr Kind ins Kinderheim und zieht ebenfalls in den Kampf gegen die Weißen. Das Kind verhungert im Heim. Nach Jahren kommt Gleb zurück. Nichts erinnert mehr an das Heim und die Liebe, auf die er all die Jahre gewartet hatte. Sie stehen voreinander; zwei Fremde. "Warum schlagen wir nicht die Zähne, du in mein Fleisch und in dein Fleisch ich und beißen uns einer aus dem anderen unsern Anteil."

Hauptpreis "Roland" für MORD MIT AUSSICHT mit Caroline Peters

Die vom WDR verantwortete ARD-Serie MORD MIT AUSSICHT mit Caroline Peters in der Hauptrolle erhält auf dem diesjährigen Krimifestival Tatort Eifel den Hauptpreis "Roland"

Hauptpreis "Roland" für MORD MIT AUSSICHT mit Caroline Peters

Die vom Westdeutschen Rundfunk verantwortete ARD-Serie MORD MIT AUSSICHT (Regie: Christoph Schnee, Torsten Wacker, Joseph Orr) mit Caroline Peters in der Hauptrolle erhält auf dem diesjährigen Krimifestival Tatort Eifel (16.-25.09.11) den Hauptpreis "Roland".

Foto© WDR, ARD
Foto© WDR, ARD

Die Jury bescheinigt der Serie:

"aufgrund des Settings, der humorvollen und ironischen Tonalität und der in höchstem Maße unterhaltsamen Darstellung des Ensembles ein besonderes Alleinstellungsmerkmal innerhalb des aktuellen Krimiangebots".

Das Erste wiederholt die ersten 13 Folgen von MORD MIT AUSSICHT ab Ende Juli 2011.

Der Roland wird alle zwei Jahre an herausragende Persönlichkeiten verliehen, die die deutsche Krimi-Fernsehlandschaft in besonderer Weise geprägt haben. Die Verleihung des Preises ist der Höhepunkt zum Abschluss des Krimifestivals "Tatort Eifel" am 24. September 2011. (Quelle: Presse WDR 30.06.11)

MORD MIT AUSSICHT wurde in diesem Jahr des Weiteren mit dem JUPITER AWARD als Beste TV Serie ausgezeichnet.

Über 120.000 Leser und User vom CINEMA und TV Spielfilm gaben ihre Stimme ab.

Foto©

Caroline Peters Gast in der Harald Schmidt Show

Caroline Peters Gast bei 3 nach 9 - Radio Bremen

Pressestimmen:

>> FAZ online von Patrick Bahrens, 18.05.10:

[...] Unkonventionelle Methoden stoßen auf eine Substanz der Konvention: Bei der Karambolage dieser zwei Arten der Dickköpfigkeit wird eine Menge hochkonzentrierter Komik freigesetzt. [...] Die Fortsetzung beweist, dass das Kunststück der komischen Serie gelungen ist: Mit Hengasch haben Marie Reiners und ihre Kollegen ein geschlossenes Miniaturuniversum geschaffen, eine vollkommene Kunstwelt. Dazu braucht es die Passion des Bastlers fürs Detail; auf Sympathie der Drehbuchautoren können die Eigenbrötler rechnen, die sich ihre Gegenwelt zusammenkleben, die Modellboot-Fanatiker mit miesen Baumarktjobs oder der Pförtner der Sternwarte, der sein Lebensdrama mit den Planetenfiguren seiner Puppenbühne durchspielt. Alle Liebe des Kulissenmalens, alle Phantasie des Plotstrickens wäre indes witzlos ohne das Timing, auf das in der Komödie fast alles ankommt. So auch hier. Der Zeitlupentechnik der Personenführung entspricht bei den Schauspielern eine Virtuosität der Untertreibung. [...]

Süddeutsche Zeitung von Barbara Gärtner, 18.05.10:

[...] Caroline Peters hat ein ungutes Eifel-Bild: “Als Kölner Schulkind wandert man jeden Wandertag irgendwo in der Gegend hin. Ich find die Eifel immer düster, finster, abweisend und überhaupt nicht schön”. Sophie Haas tut als Serienheldin ziemlich gut. Sie ist ehrgeizig, schlau und ein wenig zu schnell für ihre bedächtigen Mitmenschen. Auf Mann, Haus, Kinder dieses ganze Status-Gedöns der Provinz, hat sie keine Lust. Peters: “Sie ist eine Frau, die nicht Sex-and-the-City-mäßig die ganze Zeit davon träumt, endlich in den alles erlösenden Hafen der Ehe einzulaufen. Ihre Vorstellung vom Glück wird vom Landleben torpediert, weil man da eben nicht ständig Affären haben kann. In so einem Dorf lebt nur eine begrenzte Anzahl von Einwohnern – und die meisten sind verheiratet” [...] Peters: “Beim Drehen von Mord mit Aussicht kam ich mir vor, wie der Ethnograf eines versunkenen Westdeutschlands. Ich lebe seit 1995 in Ostberlin, viele Sachen, die die man aus seiner Jugend in den achtziger Jahren kennt, habe ich schon vergessen: Kaugummiautomaten, Glasbausteine, abwaschbare Tapeten oder Gartenzwerge in den Vorgärten. Das ist dort alles eins zu eins erhalten geblieben. Und es herrscht eine heruntergekommene Art von Armut. Man denkt sich da schon: Wow, der Westen wird irgendwann der neue Osten”. [...]

Werbespot KENNEDY gewinnt Bronze beim Eurobest Festival

Der Werbespot KENNEDY (Regie: Martin Schmid) mit Petra Zieser gewinnt Bronze für ZDF History in der Kategorie Film

Werbespot KENNEDY gewinnt Bronze beim Eurobest Festival
Foto© Christine Fenzl

Der Werbespot KENNEDY (Regie: Martin Schmid) mit Petra Zieser gewinnt Bronze für ZDF History in der Kategorie Film beim diesjährigen Eurobest Festival.

Die verschiedenen Jurys bewerteten insgesamt 4.824 Arbeiten aus 36 Ländern, die von acht Juries bestehend aus 83 Top-Kreativen aus 20 europäischen Ländern juriert wurden.

Trailer mit Petra Zieser

Kritiken DER IDEALE MANN von Oscar Wilde mit Caroline Peters

Das Stück von Oscar Wilde feierte am 17.11.11 Premiere am Burgtheater Wien.

Kritiken DER IDEALE MANN von Oscar Wilde mit Caroline Peters
Foto© Jim Rakete

DER IDEALE MANN von Oscar Wilde mit Caroline Peters feierte am 17.11.11 Premiere am Burgtheater Wien.

zum Stück

Oscar Wildes Bestechungs- und Erpressungsgeschichte spielt im Hause des Unterstaatssekretärs Robert Chiltern in London. Dort bekommt man Besuch aus Wien von Mrs. Chevely (Caroline Peters), die jahrelang in politischen Geschäften in Österreich unterwegs war. Der Hyper-Alpenkanal soll von England aus mitfinanziert werden, und dazu braucht man den gutaussehenden und gewieften Politiker Chiltern, einen Mann, der leidenschaftliches Machtstreben mit sozialer Verantwortung und privater Sehnsucht nach Liebe verbindet. (Quelle: Burgtheater Wien)

Foto© Reinhard Werner/ Burgtheater
Foto© Reinhard Werner/ Burgtheater

Pressestimmen:

Neue Zürcher Zeitung von Barbara Villiger Heilig, 25.11.11:

"Barbara Frey gibt den phantastischen Schauspielern alle Slapstick-Freiheiten [... ] und es habe etwas unglaublich Erheiterndes, sie auf dem Eisfeld des höheren Blödsinns fröhlich herumschlittern zu sehen."

Standard von Margarete Affenzeller, 25.11.2011:

Die Inszenierung sei "eine runde Sache" [... ].

Foto© Reinhard Werner/ Burgtheater
Foto© Reinhard Werner/ Burgtheater

Kritiken KASIMIR UND KAROLINE & IMMER NOCH STURM mit Bibiana Beglau

Kritiken KASIMIR UND KAROLINE (Regie: Frank Castorf) von Ödön von Horváth - Residenztheater München & IMMER NOCH STURM von Peter Handke, Regie: Dimiter Gotscheff - Thalia Theater Hamburg

Kritiken KASIMIR UND KAROLINE & IMMER NOCH STURM mit Bibiana Beglau

Bibiana Beglau am Residenztheater in München, Intendanz: Martin Kušej, in KASIMIR & KAROLINE von Ödön von Horváth, Regie: Frank Castorf 

Foto© Joachim Baldauf

Foto© Joachim Baldauf

Bibiana Beglau überzeugt Kritiker und Publikum erneut mit ihrer außergewöhnliche Darstellung, in den drei Rollen, die sie gleichzeitig spielt.

Pressestimmen:

Neues Deutschland von Hans-Dieter Schütt, 19.12.11:

"Bibiana Beglau ist Erna, ist auch die Nachbarin und der Herr Schürzinger, Karolines neuer Bekannter. Sie ist niederhämmerndes Vierkantmaul und ganz weich Flehende, sie hat den Stampfkurs einer Megäre und die behende Zartheit eines Wildtieres in friedlichster Morgendämmerung. Gören-Gestus und bleicher Gespielinnen-Charme, Trampel-Takt und teuflische Trance-Momente zwischen den Geschlechtern - Beglau fasziniert!"

Neue Zürcher Zeitung:

"Die heimliche Queen des Abends jedoch ist Bibiana Beglau, ein Ausbund an androgyner Energie, als Krawallschachtel Rosa, als eifernder Kavalier Schürzinger oder als unverwüstliche Erna. Bei ihr wirkt die Castorfsche Schubladen-Spielweise beinah so frisch, als wäre es das erste Mal."

Spiegel:

"Überhaupt spielen alle mit Vollgas. Bibiana Beglau stemmt bravourös und schön androgyn die Dreifachrolle von Schürzinger, der devoten Erna und der herrschsüchtigen Rosa und überrascht zwischendurch mit sanften, fast zärtlichen Momenten [...] Und wie oft bei Castorf wird jede Menge Scherz getrieben mit dem Theater und dessen Mitteln, am lustigsten in dem Moment, als Minichmayr Beglau in ihrem Schürzinger-Kostüm fragt, ob sie nicht eigentlich die Erna sei. Ein Fest intelligenter Schauspielkunst."

Süddeutsche Zeitung:

"Bibiana Beglau spielt gleich mehrere Figuren mit wunderbar räudigem Underdog-Grimm."

Tagesspiegel:

"So konkret anregend war Goethe selten: Bibiana Beglau, die in Frank Castorfs Horváth-Inszenierung "Kasimir und Karoline" unter anderem eine gewaltbereite Ehefrau spielt, und ihr kleinlautes Opfer (Shenja Lacher), das seine Nazi-Uniformjacke mit einer gediegenen Netzunterhose kombiniert, sitzen gemeinsam auf dem Klo und bringen sich mit der Deklamation von Goethes "Zauberlehrling" in Beischlafstimmung."

TAZ:

"Bibiana Beglau wechselt von der Erna zum zwielichtigen Zuschneider - sprich Zuhälter Schürzinger so griffsicher, als wärens Kasperlpuppen."

Ahlener Zeitung:

"Beeindruckend wandelbar: Bibiana Beglau."

>> zum Stück

Kurz vor der Weltwirtschaftskrise im Oktober 1929 wird menschliches Strandgut an den Rand des Oktoberfestes gespült: Kleinbürger mit ihrer Zukunftsgläubigkeit, Großkapitalisten und Akademiker, von denen sich die Arbeiter die Rettung erhoffen, Kommunisten und Nazis, Party-Mädchen und die Alten. Alle Figuren wollen sich im Fest verlieren, zeigen jedoch bereits erste Symptome des bevorstehenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenbruches. Die Geschichte ist um das junge Liebespaar Kasimir und Karoline angelegt, deren Beziehung an den Folgen der Polarisierung der Zeit zerbricht. Der junge Chauffeur Kasimir verliert seine Anstellung und will sich betrinken und im Anschluss umbringen – was in seinem Fall ein und dasselbe ist. Der Körper, der sich bislang nur im Zusammenhang mit der Maschine, die seinen Kräften in der Arbeit Form und Richtung gab, wahrnehmen konnte, greift sich nunmehr selbst an. Der Abgebaute baut sich selbst ab. Karoline will sich amüsieren und sich nicht mit der Krise auseinandersetzen. Beide Handlungsweisen stehen für die gesellschaftliche Verzagtheit der Zeit.

Frank Castorf hat zwischen diesen Polen der Verzweiflung eine anarchische Collage der gesellschaftlichen Entwicklung inszeniert, in der der Einzelne von den Strömungen der Zeit verschlungen und als Abfall der Gesellschaft wieder ausgespuckt wird. Er bedient sich verschiedener Fassungen des sanften Spötters und Andeuters Ödön von Horváth von Kasimir und Karoline und verdichtet sie mit Gedanken von Bertolt Brecht sowie kompletten Passagen des Philosophen Ernst Jünger, um einen Rundumschlag auszulösen, an dessen Ende Nichts und Niemand mehr auf seinem Platz ist.

In Frank Castorfs Inszenierung spielt Bibiana Beglau drei Rollen: Die Kleinkriminelle Erna, die aufgrund mangelnder Möglichkeiten devot ist, die dominante Rosa als brutale Unterdrückerin und der verschlagene Schürzinger, ein arglistiger Emporkömmling. Die Schauspielerin hat ihre Figuren wie Schlaglichter der Geschichte angelegt, die sich in den düsteren Geschehnissen der Zeit verlieren. Die Figuren sind extreme Auswirkungen der gesellschaftlichen Entwicklungen. Bibiana Beglau lässt ihre sehr unterschiedlichen Charaktere gekonnt einfach erscheinen. Scheinbar zufallsgesteuert bewegen sie sich am Rand der Weltwirtschaftskrise zwischen totalen Zweifeln und absolutem Individualismus. (Quelle: jozo juric - people relations)

Bibiana Beglau am Thalia Theater Hamburg in IMMER NOCH STURM von Peter Handke, Regie: Dimiter Gotscheff, Koproduktion des Thalia Theaters Hamburg mit den Salzburger Festspielen in Kooperation mit dem Burgtheater Wien

Pressestimmen:

Neues Deutschland, 15.08.11:


"Bibiana Beglau ist Ursula, die Mutter-Schwester, immer fremd auf dem Hof, später Partisanin. Von Anfang an abgekehrt von allen, so ärmlich in ihrer zu kurzen Strickjacke. Diese Schauspielerin ist ein überwältigendes Darstellungstier. Von einer bannstarken Kraft der schaufelnden Hände, der hervortretenden Adern, des archaisch brachialen Schwungs. Sie lässt an die federnde, dann stählerne, auf jeden Fall manische Gezirkeltheit eines Ekkehard Schall denken – aber mit einem einzigen Heben des Kopfes oder eines tieferen, bebenden Atemholens leuchtet das Mädchen auf."


Die Zeit, 15.08.11:
“

Am tollsten aber Bibiana Beglau als außenseiterische Tante Ursula: starr, rau und doch als Partisanin, am Ende von den eigenen Leuten (und Gregor) verraten, zu Tode gefoltert, die widersprüchlich humanste.”

Süddeutsche Zeitung von Christopher Schmidt, 16.08.11:


"Peter Handtke hat mit Immer noch Sturm sein wichtigstes Stück geschrieben - bei den Salzburger Festspielen wurde es triumphal uraufgeführt"[...] Das Beglückende der Salzburger Uraufführung durch Dimiter Gotscheff liege darin, "dass sie sich auf die offene, vielstimmige Struktur des Stücks einlässt. Anstatt den Text herunterzubrechen auf einen griffigen szenischen Realismus mit magischen Schaumkronen, hält sie das Spiel spannungsvoll in der Schwebe von Nähe und Ferne, Einfühlung und Kommentar, bei dem ihm allein aus der Sprache Dringlichkeit zuwächst." [...] Bibiana Beglau ist die in Selbsthass verkrallte Rabenschwester Ursula [...] Virtuose Sprachkünstler sind sie alle im Handke-Ensemble des koproduzierenden Hamburger Thalia Theaters [...] Die Spieler nehmen sich zurück und geben doch alles, damit Gotscheffs Inszenierung nicht in Formalismus einfriert, sondern immer wieder ausbricht in heißen Feuerstößen der Expressivität. [...]

Hamburger Abendblatt von Anna Ringle-Brändli, 13.08.11:


[...] begeisterten Publikumsreaktionen [...] "Handkes Stück ist textgewaltig – das unterstreicht auch Gotscheff mit seiner Inszenierung." Katrin Bracks Bühnenbild sei "schlicht" und fungiere als "Projektionsebene". "Im Vordergrund stehen die Gedankenwelten der Figuren.


Salzburger Nachrichten von Bernhard Flieher, 13.08.11:


"Es war ein Abend voller Sinnlichkeit im Umgang mit Sprache. Und es war ein wichtiger Abend wegen des Umgangs mit einem Thema, dass nur in Kärnten spielt, dass in seiner Wirkung als Stück über Widerstand, über die Verlierer der Geschichte von durchaus universeller Geltung ist." [...] Gotscheffs Inszenierung "lässt dem Wort viel Platz", die "Sparsamkeit der Mittel ermöglicht totale Konzentration auf den Text und dessen Sound". Aus dem überzeugenden Ensemble ragten der Protagonist und seiner Alter ego heraus: "Den lautesten Jubel gab's am Ende für die beiden Ichs.


ORF von Gerald Heidegger, 13.08.11:


[...] Als "Glücksfall" eingestuft wird das Bühnenbild von Katrin Brack, "die mit ihrer vor allem von der Lichtführung im dunklen Raum getragenen Umsetzung allen Naturalisierungs-, aber auch Multimedialisierungsversuchen widersteht." Das rieselnde Laub forme den Kreis, in den der Erzähler seine Angehörigen rufe, und besitze auch eine melodische Dimension: "Es stützt den Rhythmus des Handke'schen Texts und landet das gesprochene Wort mitunter sanft im Raum."


IMMER NOCH STURM feierte am 12.08.11 Premiere bei den Salzburger Festspielen.

Aenne Schwarz in Szene gesetzt von Jim Rakete

Portraitfotos, Serie über Aenne Schwarz im Studium liebste Rollen und "Lulu"- Interpretation als Film

Aenne Schwarz in Szene gesetzt von Jim Rakete
Foto© Jim Rakete/ Photoselection

"Theater Aus Filderstadt südlich von Stuttgart kommt nicht nur das beste Sauerkraut der Welt, sondern auch eine der besten deutschen jungen Schauspielerinnen. Aenne Schwarz ist allerdings rein äußerlich gar nicht der Sauerkrauttyp ... "

>> Welt Online, ganzen Artikel lesen ...

Portraitfotos, Serie über Aenne Schwarz im Studium liebste Rollen und "Lulu"- Interpretation als Film

Foto© Jim Rakete/ Photoselection
Foto© Jim Rakete/ Photoselection

Aenne Schwarz ist Absolventin der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Vor ihrem Schauspielstudium studierte sie an der Universität Tübingen und an der FU Berlin Germanistik, Philosophie und Religionswissenschaften. Sie hat eine mehrjährige Ausbildung an der Geige und erhielt Gesangsunterricht bei Prof. Ulrike Sonntag.
Aenne Schwarz trat in dieser Spielzeit ihr erstes Theaterengagement am Berliner Maxim Gorki Theater an.

In ihrem letzten Studienjahr 2010 hat Jim Rakete mit den Studenten ihres Jahrganges gearbeitet. Aus dieser Begegnung haben sich mehrere sehr schöne Projekte entwickelt. Das Abschiednehmen von den Figuren, die Aenne Schwarz im Studium als ihre liebsten bezeichnete, hat Jim Rakete in einer Serie fotografiert.

Außerdem entstand eine wunderbare kleine Arbeit, die sich aus beider Liebe für die Lulu von Wedekind ergeben hat. Der Monolog des Erdgeistes wurde wie eine Traumsequenz festgehalten.

>> Lulu: Erdgeist

Aenne Schwarz in VOR DER SINTFLUT von den Brüdern Presnjakow

Aenne Schwarz in der Rolle Frau in VOR DER SINTFLUT von den Brüdern Presnjakow

Aenne Schwarz in VOR DER SINTFLUT von den Brüdern Presnjakow
Foto© Jim Rakete

In VOR DER SINTFLUT spielte Aenne Schwarz Die Frau. Als ihr Mann, der auf einer Diensreise nach Amerika wegen eines Wutanfalls im Flugzeug verhaftet wurde, nach drei Jahren wieder nach Hause kommt, um sein Leben dort wieder aufzunehmen, wo er es vor Jahren verlassen hatte, erzählt sie ihm von ihrem Leben in seiner Abwesenheit. Ein endloser Streit beginnt.

Die Inszenierung erhielt in diesem Jahr ein Einladung zu Körber Studio Junge Regie nach Hamburg ans Thalia Theater.

Körber Studio Junge Regie

Gewinner Schweizer Fernsehpreis 2011 DER LETZTE WEYNFELDT

"Der letzte Weynfeldt" nach dem gleichnamigen Roman von Martin Suter überzeugte die Jury in der Verfilmung "nicht nur dramaturgisch, sondern auch durch die glänzenden Leistungen der Schauspieler"

Gewinner Schweizer Fernsehpreis 2011 DER LETZTE WEYNFELDT

"Der letzte Weynfeldt" von Regisseur Alain Gsponer mit Bettina Stucky hat den Schweizer Fernsehpreis in der Kategorie Film gewonnen! Er überzeugte die Jury "nicht nur dramaturgisch, sondern auch durch die glänzenden Leistungen der Schauspieler."

Inhalt:

Adrian Weynfeldt, Mitte 50, Junggeselle, großbürgerlicher Herkunft, Kunstexperte bei einem internationalen Auktionshaus, lebt in einer riesigen Wohnung im Stadtzentrum. Mit der Liebe hat er abgeschlossen. Bis ihn eines Abends eine jüngere Frau dazu bringt, sie mit nach Hause zu nehmen. Am nächsten Morgen steht sie außerhalb der Balkonbrüstung und droht zu springen. Adrian vermag sie davon abzuhalten, doch von nun an macht sie ihn für ihr Leben verantwortlich. Immer wieder nötigt sie ihn, sie aus ihren Schwierigkeiten zu befreien. Weynfeldts geregeltes Leben gerät aus den Fugen – bis er schließlich merkt, dass nichts ist, wie es scheint. (Quelle: Cinefacts)

Kritiken PROFESSOR BERNHARDI mit Caroline Peters

Die Aufführung PROFESSOR BERNHARDI (Regie: Dieter Giesing) feierte am 16.04.11 Premiere am Burgtheater Wien. "Caroline Peters mit ihrer ungeheuren Bühnenpräsenz spielt eine Professorin für Nervenkrankheiten." (Presse, 18.04.11)

Kritiken PROFESSOR BERNHARDI mit Caroline Peters
Foto© Jim Rakete

zum Inhalt:

Professor Bernhardi, ein erfolgreicher Internist, ist Leibarzt des Wiener Adels und Direktor einer Privatklinik. Seine Karriere wird jäh unterbrochen, als er aus humanitärer und ärztlicher Überzeugung einem katholischen Pfarrer den Zugang zu einer Patientin verweigert.

Diese liegt nach einer illegalen Abtreibung im Sterben, wähnt sich selbst jedoch euphorisch auf dem Weg der Genesung. Der Arzt möchte ihr die mit der Letzten Ölung einhergehende Todesangst ersparen und ihr stattdessen ein "glückliches Sterben" ermöglichen. Während der Geistliche sich gegenüber Professor Bernhardi noch auf das Gesetz der Kirche beruft, stirbt die Frau ohne Sterbesakramente und die Möglichkeit zur Buße. Bernhardi, der Jude ist, sieht sich daraufhin im katholischen Wien einer antisemitischen Hexenjagd ausgesetzt, anhand der vor allem politische Interessen verfolgt werden. Bernhardi wird zum Rücktritt von seinem Leitungsposten gedrängt und schließlich aufgrund von falschen Zeugenaussagen wegen Religionsstörung zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt.

Pressestimmen:

Presse von Norbert Mayer, 18.04.11:

Die subtile Inszenierung von Dieter Giesing macht Professor Bernhardi zu unserem Zeitgenossen. Vorbildlich scharf werden die Wirkungsweisen von Ressentiments, die Beschränkungen der Politik und menschliche Schwächen herausgearbeitet.
Das Bühnenbild von Karl-Ernst Herrmann passt exakt dazu. Die Intrige gegen Bernhardi, die sich aus geringem Anlass zu einer Staatsaffäre entwickelt, findet in einem blendend weißen, fast abstrakten Raum statt, mit simplen Arbeitstischen, Sesseln, Sofas und sechs Türen im Hintergrund, die zu Krankenzimmern und Nebenräumen führen. Hier wird seziert. Man spielt auf einer abschüssigen Vorbühne, die ins Parkett ragt. Dort suchen die 16 Darsteller tänzelnd Halt, immer der Gefahr ausgesetzt abzustürzen. Die Atmosphäre eines Spitals wird durch gleißende Lampen und eine extrem lange Neonröhre verstärkt, die diagonal bis in den zweiten Rang reicht, wie der Blitzstrahl eines ungerechten Gottes, der ein zufälliges Opfer sucht. [...]
Giesings Kunst in diesem großen Wurf besteht darin, dass er alle Tempi beherrscht. Beinahe schleppend ist der Beginn, um sich dann zu dichtesten Szenen zu steigern. [...] Samarovski ragt heraus, in einer Aufführung, die von Charakterköpfen wimmelt, mit Udo Samel und Martin Schwab als Kollegen und energischen Unterstützern Bernhardis, Roland Koch als schillerndem, Oliver Masucci als eindeutigem Gegenspieler. Und Caroline Peters mit ihrer ungeheuren Bühnenpräsenz spielt eine Professorin für Nervenkrankheiten. Ein Glanzpunkt der Vernunft.

Kurier, 17.04.11:

Giesing hat das Ärztestück etwas entösterreichert, entschnitzlert, damit beschleunigt - und die spitze Feder des scharfsichtigen Autors so noch weiter zuge-„schnitzt“. [...] Dass Giesing den "Bernhardi" vom Geruch des Altherrendramas befreien konnte, liegt auch am hervorragenden (und jüngeren als sonst üblichen) Ensemble. Jede Figur gerät ihnen zur Persönlichkeit, in jedem Kittel steckt ein Charakter. Joachim Meyerhoff in der Titelrolle führt sein Elisabethinum mit militärischer Strenge. Er ist ein Sturkopf und Querdenker, der sich von Caroline Peters (2011 empfand Giesing eine Quotenfrau im Klinikvorstand als logische Notwendigkeit) nicht von seinem "lächerlichen Kampf um ein hochgehaltenes Banner" abbringen lässt.[...]

Wiener Zeitung von Hans Haider, 18.04.11

[...] Auch die Solidarität sprießt aus mehrerlei Wurzeln. Die fachlich und menschlich bestechendsten Argumente trägt Kollege Dr. Cyprian bei. Giesing polte ihn mit Genderweisheit um zur Frau – ein Glanzpartie für Caroline Peters. [...]

Der Standard von Ronald Pohl, 18.04.11:

Der Jude Bernhardi ist das Produkt einer manifest antisemitischen Gesellschaft. Und niemand kann glauben, dass die gemächliche Umzingelung eines Opfers dessen Psyche nicht nachhaltig zerstört: Meyerhoffs Bernhardi besitzt das Gemüt eines schlaksigen Boxers, der die Schläge seiner viel zu vielen Gegner im Nu auspendelt - mit grämlichem Mund und mit ermüdeter Seele. Der sich hinter seinem Primarglastisch wie hinter einem Wall verschanzt. Der auf und ab läuft: das schöne, ein wenig exotische Tier, dessen Tage hinter einem Spalier aus Gitterstäben längst gezählt sind.
Meyerhoffs Darstellung wirbt keinen Augenblick lang um wohlfeile Zustimmung; sie enthält eher die Leidenselemente der Shylock-Erzählung. Die Verletztheit Bernhardis, die Ohnmachtsattacken eines psychisch Versehrten, sie gehören einer Sphäre an, in der die Scham das Gefühl, gegenüber den Hetzern recht zu behalten, bei weitem überwiegt. Meyerhoffs meisterlicher Bernhardi bildet das finstere, zutiefst beklemmende Zentrum einer klug gedachten Inszenierung. [...]

Kronen Zeitung, 18.04.11:

Die vielen Rollen kann die Burg aus seinem großen Ensemble hervorragend besetzen. [...]

Nachtkritik.de von Thomas Askan Vierich, 16.04.11:

Giesing ist nicht bekannt für eitle Regieeinfälle. Eher für dezente, detaillierte Schauspielerführung. Das hat er an diesem Abend [...] eindrucksvoll bewiesen. Aus dem Lehrstück wurde doch noch eine Komödie voller Zwischentöne. Mit erschreckender Aktualität. So offen können antisemitische Vorurteile nicht mehr im politischen Tagesgeschäft instrumentalisiert werden. Aber die Mechanismen sind die gleichen geblieben.

Anne Ratte-Polle und Bernhard Schütz im Social Game TWINKOMPLEX

Ein neues Spiel, real und doch künstlich: TWINKOMPLEX - hier verwischen die Grenzen zwischen Fiktion und Realität. Die Spielfiguren sind reale Menschen, die im Spiel vorhandenen Orte sind echt, die Geschichte erfunden.

Anne Ratte-Polle und Bernhard Schütz im Social Game TWINKOMPLEX

Ein neues Spiel, real und doch künstlich: TWINKOMPLEX - hier verwischen die Grenzen zwischen Fiktion und Realität Die Spielfiguren sind reale Menschen, die im Spiel vorhandenen Orte sind echt, die Geschichte erfunden. Seit Juli wird das Transmedia-Projekt von einer ausgewählten Gruppe von Spielern in einer geschlossenen Beta-Phase getestet.

Trailer

Ein Spiel wie dieses hat es so noch nicht gegeben: In mehreren Staffeln wird eine fortlaufende Agenten-Geschichte erzählt, die vornehmlich in Berlin spielt. Es treten bekannte Berliner Schauspieler auf, so unter anderem Anne Ratte-Polle und Bernhard Schütz. Der Spieler erhält reale E-Mails und SMS. Der Einsatz von Video, Audio, Text und Web-Content zusammen mit der auf Google Maps/Street View ablaufenden Handlung macht das Spiel zu einem echten transmedialen Erlebnis.

Foto© Mathias Bothor/ PhotoselectionFoto© Jim Rakete/ Photoselection
Foto© Mathias Bothor                              Foto© Jim Rakete

Beitrag "Twinkomplex" in der ZDF Mediathek

Beitrag Deutsche Welle

FAZ.net

Bericht ARD Nachtmagazin

Der Berliner Transmedia-Entwickler Ludic Philosophy stellte sein Browser Game "TwinKomplex" in dieser Woche vor. TWINKOMPLEXwurde vom Medienboard im Rahmen seines Förderprogramms "Innovative audiovisuelle Inhalte" mit 100.000 Euro unterstützt.

Rangeen Horami, Medienboard-Förderreferentin für "Innovative audiovisuelle Inhalte":

"'TwinKomplex' ist ein echtes Transmedia-Projekt, ein neuartiges Spiel an der Schnittstelle zwischen Social Game und Filmerzählung. Der User wird intelligent unterhalten durch Spielerfahrung in Kombination mit Videos. Das Spielgeschehen kann überall stattfinden und von überall gespielt werden. Und trotzdem zu hundert Prozent Berlin: Die Entwickler sitzen in Tempelhof, die einmalige Architektur bildet das Setting für viele Videosequenzen."

Der Nutzer kann im Internet von einem "Hauptknoten" aus selbst Wege zur Ermittlung wählen. Es gibt unzählige Dokumente wie ein liebevoll in Handschrift gehaltenes Tagebuch, dann wieder Videoszenen, die Spuren legen, oder verwischen. Beispielsweise bei den Ermittlungen zum Tod einer Frau. Ihr Mann ist Mafioso, führt das zum Motiv? Oder hatte er schlicht eine Geliebte und musste die Gattin aus diesem Grund beseitigen? Diverse Wege führen zum Ziel. Auf Gruppen zu vier Leuten ist das Spiel zurechtgeschnitten, die Teilnehmer bekommen reale E-Mails und SMS, die Handlung wird geografisch auf Google Maps veranschaulicht. (Quelle: Märkische Allgemeine, Lars Grote, 06.10.11)

Website zum Spiel

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Fotostrecke mit Floriane Daniel

"Komm, wir spielen 50er Jahre" - Floriane Daniel liebt die Mode der 50er Jahre. Für die Brigitte Woman ist sie in die typischen Kleider dieser Zeit geschlüpft, in die Rolle des Filmstars Marilyn Monroe

Fotostrecke mit Floriane Daniel
Foto© Jan Rickers

"Komm, wir spielen 50er Jahre" - Floriane Daniel liebt die Mode der 50er Jahre. Für die Brigitte Woman ist sie in die typischen Kleider dieser Zeit geschlüpft, in die Rolle des Filmstars Marilyn Monroe, begleitet von Arthur Miller.

Foto© Jan RickersFoto© Jan RickersFoto© Jan Rickers

"Der Look der 50er Jahre, die Formen und Schnitte, mit denen er spielt und die wunderbaren Stoffe gefallen mir sehr. Es ist ein lebenslustiger und lebendiger Stil, aber einer, der trotzdem etwas sehr Cooles und Mondänes hat"

Foto© Jan RickersFoto© Jan RickersFoto© Jan Rickers

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"Ich trage normalerweise einen sehr sportlichen Stil. Kleidung, in der ich rennen, hüpfen und mich auch mal hinlümmeln kann. Mode, die die Weiblichkeit betont, mag ich an anderen Frauen total gern. Aber ich selbst bin dafür etwas zu schüchtern ..."

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"Ich sehe Marilyn Monroe gern beim Spielen zu. Eine ihrer Rollen zu übernehmen, kann ich mir nicht vorstellen. Dafür war sie einfach zu besonders."

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Fotos© Jan Rickers, produziert von Bärbel Recktenwald

NESTROY-Nominierung Caroline Peters

Caroline Peters ist für den diesjährigen Wiener Theaterpreis NESTROY in der Kategorie Beste Schauspielerin (Dr. Cyprian in "Professor Bernhardi") nominiert!

NESTROY-Nominierung Caroline Peters
Foto© Jim Rakete/ Photoselection

Caroline Peters ist für den diesjährigen Wiener Theaterpreis NESTROY in der Kategorie Beste Schauspielerin (Dr. Cyprian in "Professor Bernhardi") nominiert!

Foto© Jim Rakete/ Photoselection
Foto© Jim Rakete/ Photoselection

>> Jurybegründung: 

"Ein kluger Regieeinfall von Dieter Giesing, den meist wenig beachteten Dr. Cyprian in einer ausschließlich männlichen Ärzteschaft weiblich zu besetzen. Caroline Peters aber verschafft der Figur als ausgleichende, vermittelnde und warmherzige Neurologin Aufmerksamkeit: Sie beteiligt sich nicht an der Hatz gegen den Juden Bernhardi, ist klug bestrebt, nicht als weiblicher Gutmensch von den männlichen Kollegen abgetan zu werden, versucht vielmehr mit Warmherzigkeit zu vermitteln. Eine Bereicherung." (Quelle: nestroypreis.at)

Die Preisverleihung findet am 14.11.11 im Raimund Theater statt.

>> Vorstellungen "Professor Bernhardi" Burgtheater Wien: 20.10.11, 22.10.11, 24.11.11, 29.11.11

>> zum Inhalt:

Professor Bernhardi, ein erfolgreicher Internist, ist Leibarzt des Wiener Adels und Direktor einer Privatklinik. Seine Karriere wird jäh unterbrochen, als er aus humanitärer und ärztlicher Überzeugung einem katholischen Pfarrer den Zugang zu einer Patientin verweigert.

Diese liegt nach einer illegalen Abtreibung im Sterben, wähnt sich selbst jedoch euphorisch auf dem Weg der Genesung. Der Arzt möchte ihr die mit der Letzten Ölung einhergehende Todesangst ersparen und ihr stattdessen ein "glückliches Sterben" ermöglichen. Während der Geistliche sich gegenüber Professor Bernhardi noch auf das Gesetz der Kirche beruft, stirbt die Frau ohne Sterbesakramente und die Möglichkeit zur Buße. Bernhardi, der Jude ist, sieht sich daraufhin im katholischen Wien einer antisemitischen Hexenjagd ausgesetzt, anhand der vor allem politische Interessen verfolgt werden. Bernhardi wird zum Rücktritt von seinem Leitungsposten gedrängt und schließlich aufgrund von falschen Zeugenaussagen wegen Religionsstörung zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt.

©Reinhard Werner/ Burgtheater Wien
Foto ©Reinhard Werner/ Burgtheater Wien

>> Pressestimmen:

  • Presse von Norbert Mayer, 18.04.11:

Die subtile Inszenierung von Dieter Giesing macht Professor Bernhardi zu unserem Zeitgenossen. Vorbildlich scharf werden die Wirkungsweisen von Ressentiments, die Beschränkungen der Politik und menschliche Schwächen herausgearbeitet.
Das Bühnenbild von Karl-Ernst Herrmann passt exakt dazu. Die Intrige gegen Bernhardi, die sich aus geringem Anlass zu einer Staatsaffäre entwickelt, findet in einem blendend weißen, fast abstrakten Raum statt, mit simplen Arbeitstischen, Sesseln, Sofas und sechs Türen im Hintergrund, die zu Krankenzimmern und Nebenräumen führen. Hier wird seziert. Man spielt auf einer abschüssigen Vorbühne, die ins Parkett ragt. Dort suchen die 16 Darsteller tänzelnd Halt, immer der Gefahr ausgesetzt abzustürzen. Die Atmosphäre eines Spitals wird durch gleißende Lampen und eine extrem lange Neonröhre verstärkt, die diagonal bis in den zweiten Rang reicht, wie der Blitzstrahl eines ungerechten Gottes, der ein zufälliges Opfer sucht. [...]
Giesings Kunst in diesem großen Wurf besteht darin, dass er alle Tempi beherrscht. Beinahe schleppend ist der Beginn, um sich dann zu dichtesten Szenen zu steigern. [...] Samarovski ragt heraus, in einer Aufführung, die von Charakterköpfen wimmelt, mit Udo Samel und Martin Schwab als Kollegen und energischen Unterstützern Bernhardis, Roland Koch als schillerndem, Oliver Masucci als eindeutigem Gegenspieler. Und Caroline Peters mit ihrer ungeheuren Bühnenpräsenz spielt eine Professorin für Nervenkrankheiten. Ein Glanzpunkt der Vernunft.

  • Kurier, 17.04.11:

Giesing hat das Ärztestück etwas entösterreichert, entschnitzlert, damit beschleunigt - und die spitze Feder des scharfsichtigen Autors so noch weiter zuge-„schnitzt“. [...] Dass Giesing den "Bernhardi" vom Geruch des Altherrendramas befreien konnte, liegt auch am hervorragenden (und jüngeren als sonst üblichen) Ensemble. Jede Figur gerät ihnen zur Persönlichkeit, in jedem Kittel steckt ein Charakter. Joachim Meyerhoff in der Titelrolle führt sein Elisabethinum mit militärischer Strenge. Er ist ein Sturkopf und Querdenker, der sich von Caroline Peters (2011 empfand Giesing eine Quotenfrau im Klinikvorstand als logische Notwendigkeit) nicht von seinem "lächerlichen Kampf um ein hochgehaltenes Banner" abbringen lässt.[...]

  • Wiener Zeitung von Hans Haider, 18.04.11

[...] Auch die Solidarität sprießt aus mehrerlei Wurzeln. Die fachlich und menschlich bestechendsten Argumente trägt Kollege Dr. Cyprian bei. Giesing polte ihn mit Genderweisheit um zur Frau – ein Glanzpartie für Caroline Peters. [...]

  • Der Standard von Ronald Pohl, 18.04.11:

Der Jude Bernhardi ist das Produkt einer manifest antisemitischen Gesellschaft. Und niemand kann glauben, dass die gemächliche Umzingelung eines Opfers dessen Psyche nicht nachhaltig zerstört: Meyerhoffs Bernhardi besitzt das Gemüt eines schlaksigen Boxers, der die Schläge seiner viel zu vielen Gegner im Nu auspendelt - mit grämlichem Mund und mit ermüdeter Seele. Der sich hinter seinem Primarglastisch wie hinter einem Wall verschanzt. Der auf und ab läuft: das schöne, ein wenig exotische Tier, dessen Tage hinter einem Spalier aus Gitterstäben längst gezählt sind.
Meyerhoffs Darstellung wirbt keinen Augenblick lang um wohlfeile Zustimmung; sie enthält eher die Leidenselemente der Shylock-Erzählung. Die Verletztheit Bernhardis, die Ohnmachtsattacken eines psychisch Versehrten, sie gehören einer Sphäre an, in der die Scham das Gefühl, gegenüber den Hetzern recht zu behalten, bei weitem überwiegt. Meyerhoffs meisterlicher Bernhardi bildet das finstere, zutiefst beklemmende Zentrum einer klug gedachten Inszenierung. [...]

  • Kronen Zeitung, 18.04.11:

Die vielen Rollen kann die Burg aus seinem großen Ensemble hervorragend besetzen. [...]

  • Nachtkritik.de von Thomas Askan Vierich, 16.04.11:

Giesing ist nicht bekannt für eitle Regieeinfälle. Eher für dezente, detaillierte Schauspielerführung. Das hat er an diesem Abend [...] eindrucksvoll bewiesen. Aus dem Lehrstück wurde doch noch eine Komödie voller Zwischentöne. Mit erschreckender Aktualität. So offen können antisemitische Vorurteile nicht mehr im politischen Tagesgeschäft instrumentalisiert werden. Aber die Mechanismen sind die gleichen geblieben.

©Reinhard Werner/ Burgtheater Wien
Foto ©Reinhard Werner/ Burgtheater Wien

LOLLIPOP MONSTER mit Thomas Wodianka

LOLLIPOP MONSTER mit Thomas Wodianka in den deutschen Kinos.

LOLLIPOP MONSTER mit Thomas Wodianka

Der Film, der im Wettbewerb des Internationalen Filmfestivals in Karlovy Vary lief, wurde von der Jury der International Federation of Film Societies (FICC) mit einer lobenden Erwähnung bedacht.

Im Februar dieses Jahres hat die Jury des 15. Femina Filmpreises bei den 61. Internationalen Filmfestspielen Berlin den mit 2.000 Euro ausgestatteten Preis für das Kostümbild an dem Spielfilm LOLLIPOP MONSTER verliehen.

Der Preis wurde für hervorragende künstlerische Leistungen in einem deutschsprachigen Spielfilm im Bereich Kamera, Kostüm, Montage, Musik oder Szenenbild verliehen. 

Begründung der Jury:

"Julia Brandes Kostüme bewegen sich mit unberechenbarer Phantasie zwischen vergnügtem Showeffekt und nachdrücklicher Charakterzeichnung. Sie machen das komplizierte und widersprüchliche Lebensgefühl der Hauptfiguren, zweier sechzehnjähriger Mädchen, auf intensive und glaubwürdige Weise sichtbar." (Quelle: news.teddyaward.tv)

Inhalt:

Zwei Mädchen, Ari und Oona, träumen vom Ausbruch in die Freiheit. Der Baron, Sänger ihrer Lieblingsband "Tier", singt: "Wir fühlen alles, uns machst du nichts vor, wir sind Trieb, Lust und Instinkt …". Doch bei ihnen zu Hause wird nicht gefühlt, sondern geschwiegen.
Aris Mutter hat bis heute nicht bemerkt, dass Ihre Kinder groß geworden sind, und ihr Bruder tyrannisiert die Familie in der bunten, oberflächlichen Retro-Designwelt. Während Ariane mit ihren blonden Zöpfen und kurzen Röcken das Lolita-Image zelebriert und sich die fehlende Zuneigung beim Sex mit erwachsenen Männern holt, zieht sich die stille und schwarz gekleidete Oona nach dem Selbstmord ihres Vaters zurück in eine Welt düsterer Fantasien.
Oona lernt von Ari, ihre Wut nach außen zu kehren, und Ari erfährt durch die Freundschaft endlich das Gefühl von Selbstachtung. Gemeinsam schleichen sie durch das Dickicht der Stadt, gehen "auf die Jagd", geleitet von Neugier und Instinkt und der Faszination für den düsteren Baron. Mit ihm tanzen sie durch die Dunkelheit, blecken drohend die Zähne. "Wir verstehen uns blind, weil wir dieselbe Gattung sind."
Doch dann beginnt Ari eine Affäre mit Oonas verhasstem Onkel Lukas (Thomas Wodianka). Als Oona die beiden ertappt, zieht sie sich zutiefst gekränkt zurück. Die Mädchen sehen nur noch eine Chance, ihre Freundschaft zu retten... (Quelle: Moviemaster.de)

Thomas Wodianka im Interview

Website zum Film

Trailer zum Film

Pressestimmen:

Der Tagesspiegel von Jenni Zylka, 13.02.11

Süddeutsche Zeitung von Lena Jakat, 17.02.11

Radio Fritz vom 15.02.11

Aenne Schwarz in DIE ZOFEN von Jean Genet

Aenne Schwarz in der Rolle Claire in DIE ZOFEN von Jean Genet

Aenne Schwarz in DIE ZOFEN von Jean Genet
Foto© Jim Rakete

In der Abwesenheit von Madame vollziehen Solange und Claire ein rituelles Spiel. Die dominanteClaire übernimmt die Rolle der Madame, während Solange ihre Schwester spielt. Der Herrin bezeugen sie mit falschem Respekt und falscher Dankbarkeit diejenige Ehrerbietung, die auch Genet seinen Gönnern (nicht) entgegenbrachte.

Aenne Schwarz in ASCHENPUTTEL ALS CLOWN

Aenne Schwarz in ASCHENPUTTEL ALS CLOWN

Aenne Schwarz in ASCHENPUTTEL ALS CLOWN
Foto© Jim Rakete

Inspiriert durch ihre Arbeit mit Andreas Kriegenburg in HAMLET, in der vom Regisseur eine neue Rolle hinzugefügt wurde, entwickelte sich dieses melancholische Wesen, das ASCHENPUTTEL ALS CLOWN. In Kriegenburgs "Hamlet" spielte Aenne Schwarz neben dem Rosenkranz auch einen Conferencier, der mit fremder Lebendigkeit, sprachlich anders, weil: in Englisch, durch die Inszenierung führte. Diese clowneske Figur verbindet sich in Maske und Traurigkeit mit der erfundenen Figur, ohne Schuh, verloren, melancholisch und voller Chancen.