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SCHLAG Künstleragentur | News
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Archiv

Kritiken AUSZEICHNUNGEN AUS DEM KELLERLOCH mit Lea Draeger & Thomas Wodianka

Das Stück AUSZEICHNUNGEN AUS DEM KELLERLOCH von Fjodor Dostojewskij, Regie:Egill Heiðar Anton Pálsson feierte am 15.12.10 an der Schaubühne Premiere

Kritiken AUSZEICHNUNGEN AUS DEM KELLERLOCH mit Lea Draeger & Thomas Wodianka
Foto ©Schaubühne Berlin

"Aber meine Herrschaften, was kann es da noch für einen eigenen Willen geben, wenn nur noch 2 mal 2 gleich 4 Gültigkeit hat? 2 mal 2 wird auch ohne meinen Willen 4 sein. Sieht denn der eigene Wille etwa so aus?"

Allein in einer Kellerwohnung am Rande der Stadt. In einer verschneiten Nacht entscheidet sich ein ehemaliger Beamter, endlich einen gnadenlosen, unerbittlichen Blick auf sein Leben zu richten. Bitter, bösartig und nervlich zerrüttet, schildert er sein Scheitern im Beruf, in der Freundschaft und in der Liebe. Er stellt so eine Menschheit in Frage, die sich nicht von der Einzigartigkeit des Einzelnen, sondern von der Macht der Mehrheit leiten lässt. Welche Erinnerungen verweigert er hartnäckig? Welches abscheuliche Verbrechen gegen sein eigenes Leben hat er sich zuschulden kommen lassen, so dass er 20 Jahre lang im Kellerloch gefangen war?

Der isländische Regisseur Egill Pálsson arbeitet und lehrt in Kopenhagen. Für die Schaubühne adaptiert er Dostojewskijs berühmten, wegweisenden Roman und stellt sich dem Berliner Publikum vor. (Quelle: Schaubühne Berlin)

04.01.11, 05.01.11, 25.01.11, 26.01.11

Pressestimme:

Berliner Zeitung von Ulrich Seidler, 17.12.2010:

"Um zu zeigen, was für eine grandiose und nebenbei auch lebenswichtige Erfindung das Theater ist, braucht der isländische Regisseur und Schaubühnendebütant Egill Heidar Anton Pálsson nicht viel." Das Reflexionsvermögen, oder besser: der Reflexionszwang, unter dem Dostojewskis Figuren leiden, "mag sie in tragische Abgründe führen und seelisch zerrütten - die Funktionsweise des Theaters aber besteht in eben dieser Reflexion." Der Roman "Das Kellerloch", den Pálsson zusammen mit Friederike Heller für die Bühne adaptierte, sei dafür ein Musterbeispiel. "Hier verkriecht sich der Held, ein ehemaliger kleiner Beamter, vor dem Leben, wühlt sich in den Dreck, hält innere philosophische Monologe und wird von Erinnerungen heimgesucht." In Pálssons Inszenierung nehmen die Erinnerungen nicht nur Gestalt an, "sondern sie führen auch ein Eigenleben und werden zu selbstständigen Ableitungen oder Abspaltungen des Sich-Erinnernden. Sie können in einen echten Dialog mit ihm treten." Was die Figur erlebt, liege mindestens zwanzig Jahre zurück, doch sei "kein bisschen vergangen. Sie quälen das garstige, kalt gestellte Menschlein, aber sie leisten ihm immerhin auch Gesellschaft".

Kritiken DAS WERK/ im BUS (UA)/ EIN STURZ mit Caroline Peters

Kritiken "DAS WERK/ im BUS (UA)/ EIN STURZ" mit Caroline Peters

Kritiken DAS WERK/ im BUS (UA)/ EIN STURZ mit Caroline Peters
Foto© Jim Rakete/ Photoselection

Das Stück DAS WERK/ im BUS (UA)/ EIN STURZ von Elfriede Jelinek, Regie: Karin Beier mit Caroline Peters feierte am 29.10.10 am Schauspielhaus Köln Premiere.

Trailer

Drei Stücke über visionäres Bauen und reale Katastrophen: "Das Werk", Kernstück der Trilogie, erzählt von einer fast beispiellosen Herausforderung der Natur an menschliche Technik. Über ein Vierteljahrhundert wurde in den Kapruner Alpen in Österreich eines der größten Speicherkraftwerke der Welt erbaut, in den zwanziger Jahren noch mit Freiwilligen, in der Nazizeit auch mit Zwangsrekrutierten. Sehr viele Arbeiter bezahlten diese technische Großleistung mit ihrem Leben, vor allem die Zwangsarbeiter, die unterernährt und mit mangelhafter Ausrüstung ins Hochgebirge getrieben wurden. Der zweite Teil der Trilogie "Im Bus" handelt von einem Verkehrsunfall beim U-Bahn Bau, verursacht durch Pfusch und zweifelhafte Ingenieursarbeit. Um das Kölner Stadtarchiv geht es aber erst im letzten Stück "Ein Sturz", das Elfriede Jelinek eigens für unsere Aufführung geschrieben hat: Auch hier mündet das Duell Natur versus Technik bekanntlich in der Katastrophe.

"Was wissen wir von unserem Werk, und wie stehen wir dazu?" heißt es bei Jelinek. Und sie zeigt, dass Profitgier, Vermessenheit und vor allem die Unfähigkeit, Verantwortung zu übernehmen, die prächtigen Werke des „faustischen“ Menschen wie Kartenhäuser zusammenbrechen lassen. Karin Beier inszeniert zur Spielzeiteröffnung diese wütenden, traurigen und zugleich sehr komischen Abgesänge auf die menschliche Hybris. (Quelle: Schauspielhaus Köln)

Pressestimmen:

Süddeutsche Zeitung von Christine Dössel, 02.11.10:

In der Süddeutschen Zeitung schreibt Christine Dössel von Karin Beiers "Triumph": Auch sie erwähnt den Titel "Theater des Jahres", den das Kölner Schauspiel "verdientermaßen" trage. Bei den drei Texten von Elfriede Jelinek handele es sich um "ein theatralisches Großbauprojekt, eine Tiefenbohrung in historische, ökologische und speziell auch Kölner Wunden". Der Text sei ein "unheilvoll brodelndes Umwelt- und Untergangsdrama". Im "Werk" inszeniere Beier "mit Hilfe eines Männerchores ein "Sprech- und Stampfkonzert: ein polyphones, meisterhaft rhythmisiertes 'Memento Mori' ", das sei "unglaublich gut gemacht", - "Mord und Sport, Tüchtigkeit und Ertüchtigung, tätig werden und Täter werden", sprudele in "fröhlichen Wortkaskaden aus den Mündern, die selber wie Turbinen immer im Betrieb sind". "Wunderbar" seien die Schauspieler, "darunter die immer so tolldreiste Caroline Peters und die prall-komische Lina Beckmann", die einen "aufgeregten Pollesch-Diskurs-Ton" anschlügen. [...] Selbst im dritten Teil hole sich Beier "trotz gelegentlicher Karneval-Humoreinlagen" die Lacher "nicht billig ab". Immer wieder füge sie in "die krachende Bauamtssatire", die 'Ein Sturz' in ihrer Lesart auch sei, "Aporien ein, Sinn-Löcher".

Frankfurter Allgemeine Zeitung von Andreas Rossmann, 01.11.10:

"In 'Ein Sturz' gelingt Karin Beier alles. Nie war sie so sicher und wagemutig, fulminant und facettenreich in ihren Mitteln, nie hat sie ihr Ensemble derart gefordert. Als wäre das Bürgervotum für den Erhalt das Schauspielhauses auch ein Vertrauen in ihre künstlerische Kraft. In spannend choreographierten, hintergründig verfremdeten Bilderfindungen konfrontiert sie die Stadt mit deren Trauma. Köln hat, wie es hier sinkt und kracht, eine Aufführung, die sich seinen Abgründen gewachsen zeigt."

Kölner Stadt-Anzeiger von Christian Bos, 31.10.10:

"Im Falle des neuen Köln-Stücks "Der Sturz" scheine es "ein ganz simpler Kniff zu sein, mit dem Beier den sperrigen Text zum eindringlichen Spiel formt. Aber seine Umsetzung gelingt phänomenal, ein Wasserballett, bei dem die Büromenschen von einer undichten Stelle zur nächsten gescheucht werden, bei dem schließlich die ganze Bühne im Brackwasser abzusaufen droht, derweil es von der Decke Erde regnet." Karin Beier und Elfriede Jelinek "haben Köln eine vergiftete Katharsis geschenkt, eine Seelen-Reinigung mit Dreckwasser. Wir sind die Stadt, wir tragen die Schuld. Dieser dreieinhalbstündige Abend ist eine Gewalttour, eine Überforderung und ein künstlerischer Triumph."

 Frankfurter Rundschau von Peter Michalzik, 01.11.10:

"Die Aufführung sprudelt von Einfällen und Tonlagen, von leicht angespielt bis große Sprechoper. Zwischen Glocken- und Tropfentönen und sarkastischen Kommentaren findet sich alles bis hin zum gigantischen Männerchor."

Deutschlandfunk von Karin Fischer, 30.10.10:

"Wer hat die Macht, wer sind unsere neuen Götter? Das Stück löst buchstäblich einen Strom von Fragen aus, der - wie das Unglück - weit über die Stadt hinaus reicht. Der Karin Beier mit Elfriede Jelinek und mit diesem Abend und mit einem tollen Ensemble ein weiteres Theaterwunder beschert hat.“

Lea Draeger - Daphne-Preisträgerin 2010

Am 13.06.10 erhielt Lea Draeger den Daphne-Bühnenpreis 2010 der TheaterGemeinde Berlin.

Lea Draeger - Daphne-Preisträgerin 2010
Foto© Jim Rakete

Am 13.06.10 erhielt Lea Draeger den Daphne-Bühnenpreis 2010 der TheaterGemeinde Berlin. Seit 2008 ist die Schauspielerin festes Ensemblemitglied der Schaubühne Berlin. Der Daphne-Bühnenpreis wird von der TheaterGemeinde Berlin bereits seit 1976 für die besten jungen Berliner Schauspieler, Sänger oder Tänzer vergeben. Über Jahre hinweg entschied eine Jury über die Vergabe, seit sechs Jahren ist es ein reiner Publikumspreis. Der Preis besteht aus einer Bronze-Skulptur des Bildhauers Karl-Heinz Krause.

Derzeit ist Lea Drager in den Produktionen "Was! Ist das epische Theater?" (Realisation: Patrick Wengenroth) und "Trust" (Regie und Choreographie: Falk Richter und Anouk van Dijk) zu sehen.

"Trust" wird auf dem diesjährigen Theaterfestival in Avignon aufgeführt.