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SCHLAG Künstleragentur | News
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Archiv

03.06.2015 // Lesung Bettina Stucky

Bettina Stucky liest am 03.06. zusammen mit Siri Hustvedt aus dem neuen Roman von Siri Hustvedt - DIE GLEISSENDE WELT im Schauspielhaus Hamburg

03.06.2015 // Lesung Bettina Stucky
© Sandra Then

Lesung mit Bettina Stucky 

»Die gleißende Welt« ist der Titel eines utopischen Romans von Margaret Cavendish, die im 17. Jahrhundert als eine der ersten Frauen überhaupt unter ihrem eigenen Namen publizierte. Als frühe Universalgelehrte ist sie Vorbild und Idol von Harriett Burden, der Witwe eines einflussreichen New Yorker Galeristen. Nach dessen vorzeitigem Tod in den siebziger Jahren beginnt Harriett – in der öffentlichen Wahrnehmung nichts als die Frau an der Seite des berühmten Mannes, aber in Wahrheit hochtalentiert –, ein heimliches Experiment: eine Karriere als Installationskünstlerin, die sich hinter dem angeblichen Werk dreier männlicher "Masken" verbirgt, das in Wahrheit sie selbst erschaffen hat. Doch der Faustische Handel schlägt fehl – einer dieser Maskenmänner, selbst ein bekannter Künstler, durchkreuzt ihr Rollenspiel und setzt sein eigenes dagegen, und es kommt zum Kampf zweier großer Geister.

Siri Hustvedt wurde 1955 in Northfield, Minnesota, geboren. Sie studierte Literatur an der Columbia University und promovierte mit einer Arbeit über Charles Dickens. Sie lebt in Brooklyn. Bislang hat sie sechs Romane publiziert, mit »Was ich liebte« hatte sie ihren internationalen Durchbruch. Zuletzt erschienen »Die Leiden eines Amerikaners« und »Der Sommer ohne Männer«. Zugleich ist sie eine profilierte Essayistin. Bei Rowohlt liegen von ihr die Essaybände »Leben, Denken, Schauen«, »Nicht hier, nicht dort« und »Being a Man« vor.

Eine Kooperation mit dem Literaturhaus Hamburg und NDR Kultur

Kritiken // DER ENTERTAINER mit Bettina Stucky und Irm Hermann

DER ENTERTAINER feierte am 14.2. seine Premiere am Deutschen Schauspielhaus Hamburg.

Kritiken // DER ENTERTAINER mit Bettina Stucky und Irm Hermann
© Deutsches Schauspielhaus Hamburg

DER ENTERTAINER mit Bettina Stucky und Irm Hermann

Regie: Christoph Marthaler

Pressestimmen zur Premiere - Auswahl

Spiegel Online

"Irm Hermann als Archies Frau verliert nie den hohen Ton der Drama-Queen, wenn sie ihr Desinteresse an allem bekundet, was keinen Alkohol enthält."

"Man muss Stucky nur ein knappes Glitzerkostüm anziehen oder Ostendorf ein Einrad in die Hand drücken, schon hat man eine Pointe. Sie zelebrieren die hohe Kunst des Scheiterns, und es ist die hohe Kunst von Marthalers Truppe, dass hier jede Panne sitzt, jedes Stolpern gekonnt ist."

"Diese Gemengelage ist ein ureigenes Marthaler-Thema, und so sehr er seine Figuren dem Lachen aussetzt, so sehr spürt man die Liebe zu ihrer Welt, zu ihrer Musik, zu ihrem Milieu, die der Regisseur zweieinhalb pausenlose Stunden lang samt Live-Band und Show-Tänzerinnen feiert."

"Es ist wie in einer Marthaler-Inszenierung in den Neunzigern. Und so feiert dieser Abend nicht nur die von vielen schon untergegangen geglaubte Kunst des Varieté, sondern auch die Kunst des Regisseurs Marthaler, diese wunderbare, unverwechselbare Mischung aus Komik, Depression und Melancholie. Ist man also selbst in die Nostalgiefalle getappt? Kann sein, aber es lohnt sich."

Welt Online

"Irm Hermann als Jeans Mutter: "Ich habe heute morgen Paprikachips gekauft, sind noch ganz frisch." Das sind so Sätze, wie Hermann sie unnachahmlich direkt raus haut. Nimmt gern einen Gin."

"Ostendorf steckt Stucky in einen Kasten und will die Jungfrau wie ein Zauberer zersägen, allerdings mit einem Schwert, das eher an ein Backblech erinnert und ungerührt Stucky rammt, bis der Kasten auseinanderbricht. Das ist zum Heulen rührend und zum Brüllen komisch."

"Nichts wie hin."

Süddeutsche Zeitung Online

"...wie Irm Hermann die bösartige Frust-Kleinbürgerin seziert, wie Bettina Stucky, Josef Ostendorf und Bastian Reiber die zu Gewalt neigende Showtruppe geben - das ist natürlich schon hinreißend."

"Die eingebauten Verweise auf neuere Krisen, von neokolonialen Kriegen bis zur Besitzstandswahrungs-Verhärtung der Mittelschicht, bedienen kabarettistische Klischees, und sie verderben dem Publikum nicht den Abend mit überraschenden Gedanken."

Frankfurter Rundschau Online

"Irm Herrmann glänzt als Rices larmoyante Frau Phoebe. Schon auf der abgeschabten Showtreppe, die auf die Bühne führt, wankt sie leicht, um ihre Würde bemüht, um nachher im Alkoholdunst aufzuheulen: „Wo soll das alles enden?“

Der beleibte Ostendorf führt als Running Gag ein Einrad mit und schlägt auf Stucky ein, wie einst Oliver Hardy auf Stan Laurel.Sie parodieren die Ausbrüche von Wittenborn ( „Ich steh ja nur hier, weil ich die Frau des Intendanten bin“) aufs Schönste.

Gewinner Günter Rohrbach Filmpreis 2014 TRAUMLAND

TRAUMLAND mit Bettina Stucky gewinnt den Günther Rohrbach Filmpreis 2014

Gewinner Günter Rohrbach Filmpreis 2014 TRAUMLAND
© Zodiac Pictures

TRAUMLAND mit Bettina Stucky

Mit dem seit 2011 vergebenen, mit 10.000 € dotierten GÜNTER ROHRBACH FILMPREIS ehrt die Stadt Neunkirchen den dort geborenen, heute 85 Jahre alten Filmproduzenten Günter Rohrbach (DAS BOOT).

Regie: Petra Volpe

Inhalt:

Weihnachten in Zürich: Sozialarbeiterin Judith kümmert sich um Prostituierte und geht mit ihrem Lover zum Sex heimlich ins Hotel. Mutter und Ehefrau Lena ist geschockt, als sie herausbekommt, dass ihr Mann zu Nutten geht. Der geschiedene Rolf versucht die Familienbande zur Ex und zur Tochter aufrecht zu erhalten. Die einsame Witwe Maria zieht auf der Suche nach Liebe Strapse an, um ihren Bekannten zu beeindrucken. Sie alle treffen auf die junge Bulgarin Mia, die auf dem Straßenstrich ihr Geld verdient.

Neue Fotos // Bettina Stucky

Neue Fotos von Bettina Stucky sind ab sofort auf unserer Seite abrufbar!

Neue Fotos // Bettina Stucky
Foto © Sandra Then

Die neuen Fotos von Bettina Stucky, gemacht von Sandra Then, sind ab sofort auf unserer Seite abrufbar!

Kritiken // DIE SCHULE DER FRAUEN mit Bettina Stucky

Stimmen zur Premiere im Hamburger Schauspielhauses des Stückes von Molière, inszeniert von Herbert Fritsch.

Kritiken // DIE SCHULE DER FRAUEN mit Bettina Stucky
Foto @ Schauspielhaus Hamburg

DIE SCHULE DER FRAUEN am Hamburger Schauspielhaus mit Bettina Stucky

Regie: Herbert Fritsch

Pressestimmen:

Hamburger Abendblatt

"Bettina Stucky und Josef Ostendorf, ausstaffiert mit roten Kirschmündern, Knopfaugen, bunter Schminke, ellenhohen Haartürmen und unfassbar ausladenden Reifröcken, spielen alles andere als dumm. Sie sprechen mit französischem Akzent, stellen sich doof, machen alles für Geld und hauen sich gern mal tote Tiere um die Ohren. Wie alle anderen auf der Bühne treiben auch sie wirkungsvolles Kaspertheater, spielen deftige, der Commedia dell'arte entnommene Typen, sind freche, fordernde, verfressene Spaßmacher. Jede Geste, jede Haltung ist Slapstick: Doubletake, Slowburn, Herumstaksen wie ein Storch, man haut sich den Kopf an der Wand, und zum Schreien geht man ins Off – alles dient der Spielfreude, der Unterhaltung. Wenn zu Beginn Arnolphes Freund Chrysalde auftritt, scheint in Martin Pawlowsky, der schon so lange am Schauspielhaus ist, endlich wieder das Leben zurückgekehrt."

"Eine große Freude ist auch der Fritsch-erfahrene Bastian Reiber als Horace, der junge Mann, den Agnes wirklich liebt. Er zupft sich am Schlipsersatz wie Oliver Hardy, wackelt mit den Locken, kokettiert, sprudelt über vor Glück, stellt sich tot, lauscht, linst, liebt, gibt den "Nebenpuhler" – man könnte ihm ewig weiter zuschauen. Der Abend ist die reine Freude. So war Theater lange nicht."

Nachtkritik.de

"Dass die Inszenierung dabei immer wieder die Ebene virtuosen Entertainments verlässt und ins Nachdenkliche rutscht, tut dem Abend gut. Man kapiert: Das hier ist kein Klamauk, das ist auch nicht die ans Musiktheater angelehnte Abstraktion, zu der Fritsch manchmal, in seinen besten Arbeiten, neigt, das ist eine Geschichte von Unterdrückung und Manipulation, eine Geschichte, in der es zur Sache geht, eine Geschichte, deren Hauptfigur Arnolphe am Ende gebrochen ist. Zu Recht ist er gebrochen, aber man leidet dennoch mit ihm mit, wie er in seiner zynischen Abgeklärtheit einsam wird und von der Einsamkeit in den Wahnsinn abgleitet. Schon wegen der Radikalität, mit der Meyerhoff solche Einsamkeit unter Fritschs Anleitung spielt, lohnt diese "Schule der Frauen"."

Strukturiert wird der Abend derweil von der Musik Ingo Günthers, einer Art Mischung aus barocken Klängen und Elektronik, die am Ende auch den Übergang zu einer Fritsch-typischen langen Applausordnung schafft. Die passt im Grunde nicht zur Düsternis des Vorangegangenen, ist aber ein Markenzeichen des Regisseurs, muss also sein. Entsprechend bastelt Günther eine mitreißende Harmoniefolge und setzt einen treibenden Beat ein – und nach ein paar Minuten ist das Publikum in Mitklatschstimmung. Gas geben, Tempo machen, Gang hochschalten: frenetischer Applaus.

Inhalt:

Ein Mann blickt durch. Monsieur Arnolphe hat für sich den Königsweg entdeckt, um dem Schicksal seiner Geschlechtsgenossen zu entgehen, die allesamt, so sein Vorurteil, von ihren Ehefrauen betrogen werden. Er hat ein verwaistes Mädchen, Agnès, zu seinem Mündel gemacht, lässt es abgeschieden von der Welt, das heißt, von der Gesellschaft, aufwachsen und verweigert ihm jede Ausbildung, um sie zu seiner gefügigen Ehefrau heranzuziehen, die keinen Verführungen Dritter ausgesetzt sein kann – weil sie die gar nicht kennt. Schule der Frauen?

Während seiner Abwesenheit hat Horace sie entdeckt, der Sohn eines Freundes von Arnolphe, und verliebt sich in sie auf den ersten Blick. Sie sich auch in ihn, aber das weiß sie noch nicht, in ihrem gesellschaftlichen Amöbenwesen. Sie ist nur höflich und zuvorkommend zu dem jungen Mann, so wie man es ihr beigebracht hat. Die Triebregungen folgen, wie sie im Buche des Lebens stehen, und drängen zur Entscheidung, mit List. Schule der Frauen! 

Den zurückgekehrten Arnolphe bittet Horace um Geld – er braucht es, wie er ihm vertraulich offenbart, um ein junges Mädchen aus den Fängen ihres Cerberus zu befreien. Das ist natürlich Wasser auf die Mühlen Monsieur Arnolphes, der seinen Artgenossen deren selbstverschuldetes Schicksal gönnt - mit der Gewissheit dessen, der seinen Schatz in Sicherheit wähnt. Bis er plötzlich erkennen muss, dass er das Opfer seiner eigenen Borniertheit zu werden droht, die weder die Verführungskraft der Liebe noch die Verführbarkeit von Dienern einkalkuliert. Molières meisterliche Verzwirnung des Wettlaufs der beiden entgegengesetzten Intrigen Arnolphes und Horaces macht Arnolphe ungewollt zum Regisseur, Zuschauer, Gefangenen und Opfer seines eigenen Schicksals - eine Art tragikomischer Ödipus.

Die Konflikte eskalieren in gefährlicher Weise, bis es in buchstäblich letzter Minute glückt, die richtige Ehe zustande zu bringen. Die Abschaffung der Eifersucht gelingt nur durch Entsagung. 

Nominierung // Bettina Stucky für den Schweizer Filmpreis nominiert

Für ihre Rolle in dem Film TRAUMLAND wurde Bettina Stucky in der Kategorie Beste Darstellerin nominiert.

Nominierung // Bettina Stucky für den Schweizer Filmpreis nominiert
Foto© Jim Rakete

Feierlich wurden am 29.Januar bei der Nacht der Nominationen die Ausgewählter für den Schweizer Filmpreis bekannt gegeben. Bettina Stucky darf sich freuen denn sie ist für ihre Rolle im Film TRAUMLAND nomiert. Der Kinofilm wurde insgesamt 4 mal nominiert unter Andrem auc in den Kategorien Bestes Drehbuch und Bester Film.

Für den Schweizer Filmpreis 2014 wurden 118 Filme zugelassen. Diese wurden von rund 240 Mitgliedern der Schweizer Filmakademie gesichtet und beurteilt. Die Resultate der anonymen Abstimmung dienen der Nominationskommission als Empfehlung. Nominiert für den Schweizer Filmpreis wurde dieses Jahr in elf Kategorien. Die Auszeichnungen sind mit insgesamt 435‘000Franken dotiert. Die Liste mit allen Nominierungen findet man HIER.

Die Preisverleihung findet am 21. März 2014 im Schiffbau in Zürich statt.

Foto© schweizerfilmpreis.ch

Foto© schweizerfilmpreis.ch

17.11.13 // Theaterpremiere NACH EUROPA mit Bettina Stucky

Das Stück unter der Regie von Friederike Heller feiert am 17.11.13 um 20:00 Uhr Premiere am Schauspielhaus Hamburg

17.11.13 // Theaterpremiere NACH EUROPA mit Bettina Stucky
Foto© Jim Rakete

Das Stück NACH EUROPA unter der Regie von Friederike Heller mit Bettina Stucky feiert Mitte November am Schauspielhaus Hamburg Premiere.

NACH EUROPA

(Regie: Friederike Heller)

Premiere am 17.11.13 um 20:00 Uhr

22.11.13, 23.11.13, 05.12.13, 06.12.13, 19.12.13, 20.12.13

Inhalt:

Eine senegalesische Frau wird von ihrer Familie nach Europa geschickt. Schlepper bringen sie an die Küste, doch das Boot ist nicht seetüchtig. Am Strand lernt sie einen jungen Mann kennen, der ihr zu einem falschen Pass verhilft. Gemeinsam treten sie eine Odyssee über den afrikanischen Kontinent an. Nach Europa.
Wer sind die Menschen, die davon träumen hier zu leben? Wer sind sie, die wir mit Drohnen, Nachtsichtgeräten, Unterwasserkameras, Internierungslagern, Tränengas, Gummigeschossen davon abhalten wollen, die lebensgefährliche Reise zu uns anzutreten? Wer sind sie, deren Gesichter meist nur im Zusammenhang mit Katastrophenmeldungen in unser Blickfeld treten? Ist es uns überhaupt möglich, ihre Perspektive einzunehmen? (Quelle: schauspielhaus.de)

Mülheimer Theatertage 2015 // Bettina Stucky in der Jury

Bettina Stucky ist in diesem Jahr in der Jury der Mülheimer Theatertage

Mülheimer Theatertage 2015 // Bettina Stucky in der Jury
© Sandra Then

Der Mülheimer Dramatikerpreis ist mit 15.000 Euro dotiert. Über seine Vergabe entscheidet die Jury in öffentlich geführter Diskussion am Donnerstag, dem 4. Juni 2015, im Anschluss an das Publikumsgespräch zu "die unverheiratete", ab ca. 21.30 Uhr im Kammermusiksaal der Stadthalle Mülheim. Die Debatte wird live im Internet übertragen. Moderation: Michael Laages.

In einer feierlichen Matinee werden am Sonntag, dem 28. Juni, die Gewinner des Mülheimer Dramatikerpreises 2015, des Mülheimer KinderStückePreises 2015 und Publikumspreises der "Stücke 2015" geehrt.

12.12.2014 // Premiere ROCCO DARSOW mit Bettina Stucky

Bettina Stucky im Hamburger Schauspielhaus unter der Regie von René Pollesch

12.12.2014 // Premiere ROCCO DARSOW mit Bettina Stucky
© Deutsches Schauspielhaus Hamburg

ROCCO DARSOW mit Bettina Stucky

Regie: René Pollesch

Inhalt:

M: Weißt du, wenn uns jemand unerwartet seine leidenschaftliche Liebe erklärt, dann gibt es nichts vergleichbar Elementares, also an dem, was wir an Erfahrungen überhaupt machen können. Das ist wirklich das, was einen vom Hocker haut.

B: Wenn ich jemandem meine Liebe gestehe... am Telefon zum Beispiel... Ich hör dann am anderen Ende immer nur „Oh mein Gott!“

C: Also der, dem ich die Liebe gestehe, kann sich nur so äußern, völlig überrascht. Er denkt, was soll das jetzt werden, und nach etwa zwei Wochen versuch ich meinen Fehler zurückzunehmen, und ich sage: das, was ich neulich gesagt habe, stimmt gar nicht, und der andere ist wieder gleichermaßen erschrocken. Das beweist doch, dass man ihn dazu gemacht hat, zu einem Geliebten, und es hat ihn so sehr erschüttert, dass er es angenommen hat.

M: Weißt du, ich kann mich ganz genau an den erschrockenen Blick erinnern, den du damals hattest, als ich dir sagte, ich liebe dich gar nicht. Ich hätte das neulich nur so gesagt. Und er war nicht etwa deshalb erschrocken, der Blick, weil du mich auch liebst oder weil du dich jetzt darauf eingestellt hattest. Nein. Es war einfach so: Ich hatte dich zu dem gemacht, der geliebt wird. Und das war damit Realität, der du dich nicht entziehen konntest. Darüber erschrakst du. Und ist nicht das die Realität, die immer so tut als wäre sie schon da, aber sie ist immer erst nachträglich da.

weitere Termine:

14.12. um 18 Uhr, 16.12. um 20 Uhr, 17.12. um 20 Uhr, 20.12. um 20 Uhr

20.11.2014 // Kinostart TRAUMLAND mit Bettina Stucky

Episodenfilm, in dem die Debütregisseurin die Geschichten von Prostituierten, ihren Freiern und Familien am Heiligabend in Zürich zusammenführt, einen differenzierten Blick aufs Milieu wirft und dabei die Menschen auf ihrer Suche nach Liebe beobachtet.

20.11.2014 // Kinostart TRAUMLAND mit Bettina Stucky
© Zodiac Pictures

TRAUMLAND mit Bettina Stucky

Regie: Petra Biondina Volpe

Kinostart: 20.11.2014

Inhalt:

Es ist Heiligabend im verschneiten Zürich. Vier einander wildfremde Menschen aus gutsituierten Verhältnissen straucheln durch ihre problembeladenen Leben, geplagt von familiären und sexuellen Hemmnissen: Der geschiedene Rolf (André Jung) versucht, den Kontakt zu seiner Tochter wieder herzustellen. Die schwangere Lena (Ursina Lardi) lebt mit Mann und Sohn ein nur an der Oberfläche intaktes Familienleben. Sozialarbeiterin Judith (Bettina Stucky) leidet unter ihrem anstrengenden und belastenden Job, während die verwitwete Spanierin Maria (Marisa Paredes) sich endlich traut, ihren Bekannten zu einem Date einzuladen. Sie alle haben eine Verbindung zu der 18-jährigen Prostituierten Mia (Luna Zimic Mijovic) – und werden davon tief erschüttert. Denn Mia setzt Begehren, Sehnsüchte und Schmerz frei, sie legt Lebenslügen offen…

filmstarts.de

03.06.2014 // Theaterpremiere DIE NEGER mit Bettina Stucky

Die Koproduktion der Wiener Festwochen, Münchner Kammerspiele und Deutsches Schauspielhaus Hamburg feiert seine Premiere am 03.06. in Wien

03.06.2014 // Theaterpremiere DIE NEGER mit Bettina Stucky
Foto© Jim Rakete

DIE NEGER von Jean Genet - bei den Wiener Festwochen, am Schauspielhaus Hamburg und an den Münchner Kammerspielen mit Bettina Stucky

Regie: Johan Simons

Premiere am 03.06.2014 am Theater Akzent im Rahmen der Wiener Festwochen

Inhalt:

"Eines Abends bat mich ein Schauspieler, ein Stück zu schreiben, in dem nur Schwarze auftreten sollten. Aber was ist denn eigentlich ein Schwarzer? Und vor allem: was für eine Farbe hat er?" In der 1958 uraufgeführten "Clownerie" reflektiert der französische Autor Jean Genet über die Hautfarbe als Stigma des Außenseiters. Als "Neger" gilt ihm jeder Unterdrückte und Diskriminierte.

In Johan Simons’ Neuinszenierung des selten gespielten Stücks illustrieren einige Schauspieler mit beißendem Spott das rassistische Klischee vom "Neger", der eine weiße Frau sexuell missbraucht und sie dann tötet. Andere Spieler repräsentieren die Kolonialisten, die das Treiben der "Neger" kommentieren und dem Mord eine groteske Strafexpedition folgen lassen."Die Farbe der Leute auf der Bühne oder im Zuschauerraum ist keine Spiegelung der Gesellschaft. Statt darüber zu jammern, möchte ich dieses Problem thematisieren. Die Verwandlung der weißen Schauspieler wird nicht in der Maske, sondern auf der Bühne stattfinden, sie soll etwas Gewalttätiges, etwas Schmerzhaftes haben. Die äußere Farbe soll eine innere Revolte spiegeln", erklärt Johan Simons. Der Intendant der 2013 zum Theater des Jahres gekürten Münchner Kammerspiele inszeniert Die Neger mit Schauspielern der Münchner Kammerspiele und des Deutschen Schauspielhauses Hamburg. Die Premiere findet bei den Wiener Festwochen statt.

weitere Termine auf den Wiener Festwochen: 05.06., 06.06., 07.06.

Premiere am Hamburger Schauspielhaus: 14.06.

Premiere an den Münchner Kammerspielen: 17.06.

05.04.2014 // Theaterpremiere DIE SCHULE DER FRAUEN mit Bettina Stucky

Premiere im Schauspielhaus Hamburg des Stücks DIE SCHULE DER FRAUEN von Molière unter der Regie von Herbert Fritsch.

05.04.2014 // Theaterpremiere DIE SCHULE DER FRAUEN mit Bettina Stucky
Foto© Jim Rakete

HEIMWEH UND VERBECHEN am Schauspielhaus Hamburg mit Bettina Stucky

(Regie und Bühne: Herbert Fritsch)

Inhalt:

Ein Mann blickt durch. Monsieur Arnolphe hat für sich den Königsweg entdeckt, um dem Schicksal seiner Geschlechtsgenossen zu entgehen, die allesamt, so sein Vorurteil, von ihren Ehefrauen betrogen werden. Er hat ein verwaistes Mädchen, Agnès, zu seinem Mündel gemacht, lässt es abgeschieden von der Welt, das heißt, von der Gesellschaft, aufwachsen und verweigert ihm jede Ausbildung, um sie zu seiner gefügigen Ehefrau heranzuziehen, die keinen Verführungen Dritter ausgesetzt sein kann - weil sie die gar nicht kennt. Schule der Frauen?

Premiere am 05.04.2014

weitere Termine: 07.04., 13.04., 17.04., 27.04.

Kritiken // NACH EUROPA mit Bettina Stucky am Schauspielhaus Hamburg

NACH EUROPA mit Bettina Stucky wurde am Schauspielhaus Hamburg uraufgeführt

Kritiken // NACH EUROPA mit Bettina Stucky am Schauspielhaus Hamburg
Foto© Matthias Horn

NACH EUROPA mit Bettina Stucky feierte am 17.11.13 am Schauspielhaus Hamburg seine Uraufführung

Foto© Jim Rakete

Foto© Jim Rakete

(Regie: Friederike Heller)

22.11.13., 23.11.13, 5.12.13, 6.12.13., 19.12.13, 20.12.13 immer um 20:00 Uhr

Inhalt:

Eine senegalesische Frau wird von ihrer Familie nach Europa geschickt. Schlepper bringen sie an die Küste, doch das Boot ist nicht seetüchtig. Am Strand lernt sie einen jungen Mann kennen, der ihr zu einem falschen Pass verhilft. Gemeinsam treten sie eine Odyssee über den afrikanischen Kontinent an. Nach Europa.
Wer sind die Menschen, die davon träumen hier zu leben? Wer sind sie, die wir mit Drohnen, Nachtsichtgeräten, Unterwasserkameras, Internierungslagern, Tränengas, Gummigeschossen davon abhalten wollen, die lebensgefährliche Reise zu uns anzutreten? Wer sind sie, deren Gesichter meist nur im Zusammenhang mit Katastrophenmeldungen in unser Blickfeld treten? Ist es uns überhaupt möglich, ihre Perspektive einzunehmen? (schauspielhaus.de)

Pressestimmen:

Hamburger Abendblatt:

"Ganz sicher gilt der Beifall aber Bettina Stucky, die kräftig zupackt in ihrer Rolle der Khady Demba, einer jungen, zierlichen Afrikanerin, die früh verwitwet und kinderlos, von ihrer Schwiegerfamilie in die Emigration geschickt wird, irgendwohin nach Europa, wo eine Cousine wohnen soll."

Stern:

"Voller Kraft und mit unglaublicher Präsenz spielt Stucky diese geschundene Frau, die doch nie ihre Würde und ihren Stolz verliert. "

Abendzeitung München:

"Mit ihrer Leibesfülle will Bettina Stucky so gar nicht an eine junge, dürre, an Leib und Seele geschundene Afrikanerin erinnern - und füllt die Figur doch grandios aus."

08.-17.11.13 // Festival Alice in the City in Rom

Ehemals Teil des Filmfestivals in Rom, ist 'Alice in the City' seit 2012 ein eigenständiges Kinderfilmfestival. Im Programm zu sehen: LAUF, JUNGE, LAUF von Pepe Danquart & SITTING NEXT TO ZOE mit Bettina Stucky

08.-17.11.13 // Festival Alice in the City in Rom
Foto© Jim Rakete

LAUF, JUNGE, LAUF von Pepe Danquart

Foto© NFP (Filmwelt)

Foto© NFP (Filmwelt)

Inhalt:

Jurek ist ungefähr neun, als ihm die Flucht aus dem Warschauer Ghetto gelingt. Bis zum Ende des Krieges wird er sich allein durch die Wälder schlagen. Er erlebt Unglaubliches, trifft Menschen, die ihm helfen, und solche, die ihn verraten werden. Eine ergreifende Geschichte, erzählt aus der Perspektive des Kindes. bittersuesspictures.de

12.11.13 um 11:00 Uhr - SALA SANTA CECILIA

13.11.13 um 19:30 Uhr - STUDIO3 (REPLICA)

SITTING NEXT TO ZOE mit Bettina Stucky

(Regie: Ivana Lalovic)

11.11.13 um 14:30 Uhr, SALA SANTA CECILIA

12.11.13 um 19:30 Uhr, STUDIO3 (REPLICA)

Inhalt:

Die beiden 15-Jährigen Zoe und Asal sind beste Freundinnen und verbringen die letzten gemeinsamen Sommerferien bevor der Ernst des Lebens beginnt. In diesem Sommer wird ihre Freundschaft durch die Ankunft des Backpackers Kai auf eine harte Probe gestellt. swissfilms

19.03.2015 // Theaterpremiere PASTOR EPHRAIM MAGNUS mit Bettina Stucky

Bettina Stucky unter der Regie von Frank Castorf am Schauspielhaus Hamburg.

19.03.2015 // Theaterpremiere PASTOR EPHRAIM MAGNUS mit Bettina Stucky
© Sandra Then

PASTOR EPHRAIM MAGNUS mit Bettina Stucky

Regie: Frank Castorf

Inhalt:

Der zwanzigjährige Jahnn geht 1915 ins Exil nach Norwegen, um dem Kriegsdienst zu entgehen. Als er Ende 1918 nach Hamburg zurückkommt, hat er sein erstes großes Theaterstück im Gepäck: »Pastor Ephraim Magnus« – ein geballtes Sprachkunstwerk, für das er 1920 den Kleist-Preis erhält. Das „Vulkanartige, das die Form oft sein musste“ korrespondiert im Stück mit der exzessiven Lebenssehnsucht der Figuren. „Ich lebe nicht!“ – ist der Todesfluch des sterbenden Vaters, der seine drei Kinder veranlasst, Gott in der körperlichen Lust und Qual zu suchen. Bewusst überschreiten sie dabei alle Grenzen der bürgerlichen Ordnung, mit aller denkbaren Radikalität experimentieren sie mit sich und anderen, werden Täter und Opfer zugleich.

Regisseur Frank Castorf kehrt mit seiner Inszenierung von Jahnns Frühwerk in dessen Heimatstadt Hamburg und ans SchauSpielHaus zurück.

weitere Termine:

28.03., 02.04., 30.04., 06.05. jeweils um 19 Uhr

14.02.2015 // Premiere DER ENTERTAINER mit Bettina Stucky und Irm Hermann

Bettina Stucky und Irm Hermann im Hamburger Schauspielhaus unter der Regie von Christoph Marthaler.

14.02.2015 // Premiere DER ENTERTAINER mit Bettina Stucky und Irm Hermann
© Sandra Then

DER ENTERTAINER mit Bettina Stucky und Irm Hermann

Regie: Christoph Marthaler

Inhalt:

Osborne beschrieb mit dem »Entertainer« den Niedergang der englischen Music Hall und einer bestimmten Form des Varietés und Entertainments. Er sah in der Music Hall eine spezifisch englische Lebens- und Unterhaltungskultur und die englische Gesellschaft symbolisiert. Das Stück spielt zur Zeit der Suezkrise, deren Verlauf in England als nationale Demütigung erlebt wurde. In seiner Aufführungsgeschichte wurde »Der Entertainer« zu einem universellen Stück über Verlust.

Christoph Marthaler wird das Stück aus seiner historischen Zeitgebundenheit lösen und in die heutigen Verluste und Abstürze transponieren. Es geht um eine Gruppe aus der Zeit gefallener Menschen in prekären Verhältnissen, die nicht mehr gefragt sind und daraus Unterhaltung machen. Sie sind eine Theaterfamilie von Entertainern, von Unterhaltungskünstlern, die in Liveshows vor Publikum analog auftreten in den Hansa-Theatern Europas, die teilweise einmal bessere Zeiten erlebt haben, und jetzt im sozialen Absturz mit viel Gin und viel Musik viel Unterhaltung produzieren. Irgendwo außerhalb Europas werden irgendwelche Kriege geführt, an denen die in Europa Abstürzenden und Abgeschafften sich - anders als in Osbornes England - nicht mehr beteiligt fühlen. Man existiert in einer gerade noch möglichen Form und im rassistisch geprägten Bewusstsein, immer noch etwas besser zu sein als die afrikanischen oder türkischen Untermieter.

Die Form des Abends ist das Varieté und Entertainment. In den Auftritten, den Nummern und den Liedern der verlassenen Alleinunterhalter, die es immer wieder versuchen, die nicht aufgeben können, steckt das Leben und die Existenzform dieser Menschen. Insofern befinden sich die Personen in Christoph Marthalers »Entertainer« nicht in einer Wohnung, sondern in einem Theater vor und auf einer Bühne, und wir wissen auch nicht genau, ob ihre bizarren Gin-getränkten Dialoge nicht Teil einer Show sind, die möglicherweise im Fernsehen stattfindet.

weitere Termine:

18.02., 24.02., 04.03., jeweils um 20 Uhr

Rolf-Mares-Preis 2014 für Bettina Stucky

Bettina Stucky gewinnt in der Kategorie HERAUSRAGENDE LEISTUNG DARSTELLERIN

Rolf-Mares-Preis 2014 für Bettina Stucky
© Sandra Then

Bettina Stucky hat für ihre Leistung in NACH EUROPA am Schauspielhaus Hamburg den Rolf-Mares-Preis 2014 gewonnen

Inhalt:

Eine senegalesische Frau wird von ihrer Familie nach Europa geschickt. Schlepper bringen sie an die Küste, doch das Boot ist nicht seetüchtig. Am Strand lernt sie einen jungen Mann kennen, der ihr zu einem falschen Pass verhilft. Gemeinsam treten sie eine Odyssee über den afrikanischen Kontinent an. Nach Europa.
Wer sind die Menschen, die davon träumen hier zu leben? Wer sind sie, die wir mit Drohnen, Nachtsichtgeräten, Unterwasserkameras, Internierungslagern, Tränengas, Gummigeschossen davon abhalten wollen, die lebensgefährliche Reise zu uns anzutreten? Wer sind sie, deren Gesichter meist nur im Zusammenhang mit Katastrophenmeldungen in unser Blickfeld treten? Ist es uns überhaupt möglich, ihre Perspektive einzunehmen?

02.09.2014 // Theaterpremiere LETZTE TAGE. EIN VORABEND mit Bettina Stucky

LETZTE TAGE. EIN VORABEND feiert Premiere in der Staatoper im Schillertheater Berlin

02.09.2014 // Theaterpremiere LETZTE TAGE. EIN VORABEND mit Bettina Stucky
Foto © Walter Mair

LETZTE TAGE. EIN VORABEND. mit Bettina Stucky

Regie: Christoph Marthaler

Premiere in Berlin am 02.09.2014

Inhalt:

2014 jährt sich zum 100. Mal der Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Aus diesem Anlass erarbeitete der Regisseur Christoph Marthaler mit Sängern, Schauspielern und Instrumentalisten ein außergewöhnliches Musik-Theaterprojekt, das sich thematisch und politisch mit jener Zeit und ihren Folgen auseinandersetzt und hierbei den damaligen Nationalismus und gegenwärtigen Rassismus in Europa thematisiert. Das Projekt ist der aus Nazideutschland vertriebenen Musik gewidmet, der Musik der Opfer: Einige Kompositionen sind im Konzentrationslager entstanden. Der Musiker Uli Fussenegger vom Klangforum Wien hat diese Werke gesammelt und bearbeitet. (staatsoper-berlin.de)

weitere Termine:

03.09. um 20 Uhr, 05.09. um 20 Uhr, 06.09. um 20 Uhr, 07.09. um 15 Uhr

Kritiken // HEIMWEH UND VERBRECHEN mit Irm Hermann und Bettina Stucky

Erste Presseetimmen zu Uraufführung der Stücks HEIMWEH UND VERBRECHEN mit Bettina Stucky und Irm Hermann

Kritiken // HEIMWEH UND VERBRECHEN mit Irm Hermann und Bettina Stucky
Fotos© Thomas Aurin/Jim Rakete

HEIMWEH UND VERBECHEN am Schauspielhaus Hamburg mit Bettina Stucky und Irm Hermann

(Regie: Christoph Marthaler)

 27.02.14, 02.03.14, 21.03.14, 26.03.14

Pressestimmen zur Premiere:

Spiegel.de

"Je schmissiger in "Heimweh & Verbrechen" musiziert wird, desto mehr verdüstert sich diese Aufführung. Und man merkt: Christoph Marthaler gedenkt keineswegs nostalgisch seiner früheren Hamburger Großtaten, sondern er erzählt ruhig und konzentriert und unerbittlich von dem, was ihn (und im besten Fall auch uns, die Zuschauer) heute quält."

berliner-zeitung.de

"Bettina Stucky berichtet von stummen Schlägen, Irm Hermann von einem Mädchen, das nach Hause wollte und wieder fortgeschickt wurde. Olivia Grigolli sagt „Das kostet Rache.“ Den Hauptteil des gut zweistündigen Abends machen solcherlei dickflüssige Berichte aus. Berichte von Heimatvergötterung und Heimwehsucht, und von Angst vor Fremden und der Fremde. Einmal sitzen sie alle beieinander und singen „Nun ade, du mein lieb Heimatland“. Jede Silbe wird einzeln herausgepresst, jeder Ton wie ein Stein hingewürfelt. Heimat: auch ein Vergessen, Verdrängen. Heimweh: auch die Sehnsucht nach der Geborgenheit von Lebenslügen."

nzz.ch

"Doch trotz all den subtilen Anspielungen schliesst sich die Nummernfolge – so muss man sie leider nennen – nicht zu etwas Ganzem. Die Damen wechseln zwar häufig ihre Kleider, doch auch eine exquisite Vintage-Mode-Schau ist noch kein Theaterstück, sondern eher eine Verlegenheitslösung. Immer wieder sortiert sich das Ensemble zum Singen auf der Tribüne. Sienknecht dirigiert mit der integralen Länge seines schlaksigen Körpers; die Perfektion des Chors lässt nichts zu wünschen übrig."

Focus.de

"Vokabeln wie „Zucht“, „Rache“ und „Blausäure“ stehen im Raum. Auch auf Französisch, Englisch und Schwyzerdütsch äußern Figuren ihre Seelennot. Marthaler schafft Beklemmung. Einen Spannungsbogen oder gar gedankliche und psychologische Tiefenschärfe gönnt er seinem Publikum allerdings kaum.

Nachtkritik.de

"Großartige Momente gibt es da, etwa wenn Irm Hermann ihre Figur leutselig als Vatermörderin outet oder wenn Bettina Stucky gnadenlos direkt sich der Erschöpfung hingibt. (...) Ein wenig scheint der Abend erstarrt zwischen performativer Installation, Musiktheater und fröhlichen Schrägheiten, und dieses Gefühl der Erstarrung sorgt dafür, dass einem die etwas mehr als zwei Stunden zwischendurch gehörig lang werden. Ja, "Heimweh & Verbrechen" ist ganz wunderbares Nicht-Theater, aber dieses Nicht-Theater ist mittlerweile auch sehr der eigenen Konvention verpflichtet."

Welt.de

"So spannend die angerissenen Fragen sind, so schön der musikalische Anteil des Abends auch arrangiert ist, so öde bleibt er leider insgesamt, denn ein Drama ist bei der Beschäftigung mit dem Thema "Heimweh & Verbrechen" nicht entstanden. Das ist traurig, denn das exquisite Ensemble mit Darstellern der über Jahrzehnte gewachsenen Marthaler-Truppe sucht seinesgleichen. Nur mit umwerfenden Schauspielern wie Rosemary Hardy und Ulrich Voß, mit Irm Hermann und Josef Ostendorf darf so ein Projekt gewagt werden."

21.02.2014 // Theaterpremiere HEIMWEH UND VERBRECHEN mit Bettina Stucky und Irm Hermann

Uraufführung im Schauspielhaus Hamburg des Stücks HEIMWEH UND VERBRECHEN von Christoph Marthaler.

21.02.2014 // Theaterpremiere HEIMWEH UND VERBRECHEN mit Bettina Stucky und Irm Hermann
Fotos© Thomas Aurin/Jim Rakete

HEIMWEH UND VERBECHEN am Schauspielhaus Hamburg mit Bettina Stucky und Irm Hermann

(Regie: Christoph Marthaler)

Uraufführung am 21.02.2014

27.02.14, 02.03.14

Inhalt:

»Heimweh und Verbrechen«, so betitelte der berühmte norddeutsche Psychiater und Philosoph Karl Jaspers einst seine Doktorarbeit. Veröffentlicht im Jahre 1909, berichtete er dort von Vorfällen, in denen heimatferne Kindermädchen gegen die ihnen anvertrauten Zöglinge gewalttätig wurden – fast immer mit tödlichen Folgen. Jaspers Erklärung für das Handeln der jungen Frauen und Mädchen: verzweifeltes Heimweh. In der Überzeugung, erst dann nach Hause zurückkehren zu können, wenn der Grund für den Aufenthalt in der Fremde ausgelöscht wird, begingen die Kindermädchen Straftaten, zu denen sie unter anderen Umständen niemals in der Lage gewesen wären. 

Heimweh als Auslöser einschneidender Persönlichkeitsveränderungen? Karl Jaspers hat diesbezüglich keine Zweifel. Nicht zu erwarten ist nun, dass Christoph Marthaler am SchauSpielHaus eine wissenschaftliche Arbeit zur Erlangung der Doktorwürde inszeniert. Vielmehr werden einzelne Figuren, von denen Jaspers in seiner Studie berichtet, in jenem musikalisch-szenischen Raum auftauchen, in welchem der Schweizer Regisseur den Dimensionen und Folgen der weltweit unterschätztesten Krankheit auf seine sehr eigene Weise nachspüren wird. Als Heimweh-Spezialist von Geburt an. Denn in Marthalers Herkunftsland trägt der unkontrollierbare Gemütsschmerz folgenden schicksalhaften Namen: „La maladie suisse“.